Griechenland Seite 9
zurück zur Peloponnes
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Ich bleibe noch einen ganzen Tag und ein Nacht auf der sonnenbeschienenen Nordseite des Strimon und kann eine Kolonie Bienenfresser aus nächster Nähe beobachten. Am nächsten Morgen schaue ich in der Dämmerung aus dem Fenster:  
KEIN einziger Vogel mehr da!  
Dafür sehe ich einen Fischer mitten im Fluss stehen. Weiter hinten in einem Boot noch zwei. Schüsse peitschen durch die Luft! Sonntagsjäger! 
Ich bin stinksauer! Auch die Milch zum Frühstück ist es. 
Dann setzt wieder Regen ein und ich fahre flussaufwärts durch die Sumpfpiste zurück. Nach 3 km sind die Sandbänke im Fluss wieder mit Vögeln besetzt. 
Ausser hochziehenden Kormoranen in Pfeilformation keine Vögel in der Luft. Auf der Fahrt nach Saloniki - Dauerregen. Temp. 8 Grad! In Saloniki bereits wieder 12 Grad. 
Flucht in den Süden, dort soll es gemäss Wetterbericht wärmer sein 
Larissa - Farsala - Lamia - Delfi.
Um diese Jahreszeit blüht in Griechenland der Mohn.  

Über den Kanal von Korinth verziehe ich mich wieder auf die sonnige Peloponnes. 
 

Akrokorinth 
mit seinem Blumenteppich fesselt mich einen ganzen Tag lang. Stundenlang wandere ich auf dem Berg durch eine blühende Märchenwiese. 
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Was ich nicht beschreiben kann, aber in Erinnerung behalte, ist der Duft der unzähligen Kamillenblüten.
 
Jetzt habe ich Zeit, Mykene, das Heraion, Epidauros und noch einmal Delphi zu besuchen. Bilder davon findet man in jedem Reiseführer. Nur ein Tipp sei hier erlaubt:  
Das nächste Mal nehme ich eine Taschenlampe mit nach Mykene. Der Gang hinab zur Zysterne ist ohne dies nicht zu bewältigen, aber eine Reise wert. 
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Bild links: 
Mauer der Festung Eleutherai. 4. Jahrh. vor Chr.  
Schon mal davon gelesen? Ich nicht. 
Da passt kein Messer in die Fugen! 
Vor der Mauer ein blühender Kräutergarten.
Das ist Apostolos, Schafhirte in Mykene, 71 Jahre alt, mit seinen 32 Schafen. 
Er überrascht mich im Morgengrauen mit seiner Herde, als ich neben einer Kapelle bei Mykene schlafe. Vermutlich hat er sich gedacht, da könne er ein Liebespärchen im Auto überraschen (?) 
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Wir unterhalten uns mit Händen und Füssen. Er kritisiert meinen Monatsbart. Das sei nicht schön. Er zeigt mir seinen Gilette-Apparat im Hosensack, mit dem er sich trocken den Bart abkratzt. 
Ich bin sehr erleichtert, als er ENDLICH mit seinen Schafen langsam weiter zieht, denn wie jeder Mensch muss ich dringend mal nach dem Aufstehen.
 
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