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In Pátras
finde ich zuerst den Hafenausgang nicht. Die Chauffeure der Sattelschlepper
donnern Richtung Athen und drängen mich ab. Schliesslich finde ich
die Strasse Richtung Westen und fahre zum schönsten Küstenwald
Griechenlands an der Strofiliaküste bei Kalógria.
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Ich schmunzle, denn wie vor 30 Jahren
fährt man in Griechenland immer noch auf dem Pannenstreifen, um den
eiligeren Autos das Überholen zu erleichtern. Kein schlechter Brauch.
Bald erreiche ich Kalógria mit seinen
riesigen Schirmpinien, Aleppokiefern und Walloneneichen.
Hier sehe ich zum ersten Mal die in Griechenland
vorkommenden Seidenreiher, sowie Watvögel, Krickenten und Strandläufer. |
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Dank den vielen Stechmücken in diesem
Sumpfgebiet meiden die meisten Touristen*) die Gegend. Vielleicht bleibt
es darum noch eine Weile eine der schönsten Küstenlandschaften
Griechenlands.
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"Touris" sind immer die Anderen! |
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Auf einer ca.12 km langen Schotterpiste,
die um diese Jahreszeit mit tiefen schlammigen Wasserlöchern versetzt
ist, hottere ich durch den Märchenwald, bis mich ein umgestürzter
Baum stoppt. Rechts ein Brackwassersee, links dichtes Gebüsch
und Wald, was nun?
Nach einer Erkundung zu Fuss, riskiere
ich durch den Sumpfwald zu fahren.
Es hat geklappt! Meine Fahrspuren sieht
man im Bild. |
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Ein freundlicher Camper aus Hamburg, zeigt
mir in der Nähe eine Wasserquelle und interessiert sich für mein
Schildkrötenhobby.
Schlangen habe es hier auch, meint er,
und ja, da draussen im Sand lag gestern eine tote Schildkröte.
Nach langem Suchen fand ich sie, eine
ca. 1 m grosse Meeresschildkröte. Mausetot! |
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Frühstück am Meer bei Sonnenaufgang |
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OLYMPIA, Frühling
in OLYMPIA!
Im April blühen in Olympia die Judasbäume*).
Heute mache ich erst eimal einen gemütlichen
Rundgang durch das archäologische Gelände. Morgen werde ich mich
unter die Bäume in den Schatten legen, ein Buch lesen und den Frieden
dieser bezaubernden Gegend geniessen.
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*) Im Reiseführer Natur lese ich:
"Der Judasbaum ist ein Relikt aus dem
Tertiär. Seine Blüten wachsen direkt aus dem Altholz". |
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Die Fundamente der griechischen Tempel
beeindrucken mich.
Nach Jahrtausenden sind sie trotz Erdbeben
immer noch schnurgerade. |
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Am nächsten Tag stehe ich schon ganz
früh mit Skizzenblock und Fotoapparat vor verschlossener Türe:
Das darf doch nicht wahr sein:
Streik!
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