Griechenlandreise Seite 2 
Peloponnes I

In Pátras finde ich zuerst den Hafenausgang nicht. Die Chauffeure der Sattelschlepper donnern Richtung Athen und drängen mich ab. Schliesslich finde ich die Strasse Richtung Westen und fahre zum schönsten Küstenwald Griechenlands an der Strofiliaküste bei Kalógria. 
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Ich schmunzle, denn wie vor 30 Jahren fährt man in Griechenland immer noch auf dem Pannenstreifen, um den eiligeren Autos das Überholen zu erleichtern. Kein schlechter Brauch. 

Bald erreiche ich Kalógria mit seinen riesigen Schirmpinien, Aleppokiefern und Walloneneichen. 
Hier sehe ich zum ersten Mal die in Griechenland vorkommenden Seidenreiher, sowie Watvögel, Krickenten und Strandläufer. 

Dank den vielen Stechmücken in diesem Sumpfgebiet meiden die meisten Touristen*) die Gegend. Vielleicht bleibt es darum noch eine Weile eine der schönsten Küstenlandschaften Griechenlands.  
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  -*) "Touris" sind immer die Anderen!
Auf einer ca.12 km langen Schotterpiste, die um diese Jahreszeit mit tiefen schlammigen Wasserlöchern versetzt ist, hottere ich durch den Märchenwald, bis mich ein umgestürzter Baum stoppt. Rechts ein Brackwassersee, links dichtes Gebüsch und Wald, was nun?   
Nach einer Erkundung zu Fuss, riskiere ich durch den Sumpfwald zu fahren. 
Es hat geklappt! Meine Fahrspuren sieht man im Bild.
Ein freundlicher Camper aus Hamburg, zeigt mir in der Nähe eine Wasserquelle und interessiert sich für mein Schildkrötenhobby.  
Schlangen habe es hier auch, meint er, und ja, da draussen im Sand lag gestern eine tote Schildkröte.   
Nach langem Suchen fand ich sie, eine ca. 1 m grosse Meeresschildkröte. Mausetot!
Frühstück am Meer bei Sonnenaufgang
OLYMPIA, Frühling in OLYMPIA! 
Im April blühen in Olympia die Judasbäume*). 

Heute mache ich erst eimal einen gemütlichen Rundgang durch das archäologische Gelände. Morgen werde ich mich unter die Bäume in den Schatten legen, ein Buch lesen und den Frieden dieser bezaubernden Gegend geniessen. 

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*) Im Reiseführer Natur lese ich: 
 
"Der Judasbaum ist ein Relikt aus dem Tertiär. Seine Blüten wachsen direkt aus dem Altholz".
Die Fundamente der griechischen Tempel beeindrucken mich.   
Nach Jahrtausenden sind sie trotz Erdbeben  immer noch schnurgerade.
Am nächsten Tag stehe ich schon ganz früh mit Skizzenblock und Fotoapparat vor verschlossener Türe:  
Das darf doch nicht wahr sein:   
Streik!     
   
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