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Nah bei der Natur
Aus dem Tagebuch meiner 10. Griechenlandreise
8. Mai bis 5. Juni 2010
 
Ende Mai ging's an die Reisevorbereitungen.-  
Grosser Inspektionsservice fürs Auto, Bereitstellen der Vorräte und .....   Packen!    
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Dabei geht alles nach Mass; jeder cm wird ausgenützt und alles sinnvoll verstaut. Schwere Dinge, wie 5 Kanister mit je 10 Liter Wasser kommen zu unterst, alles andere muss griffbereit plaziert werden.   
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Anhand einer Checkliste, die ich jedes Jahr optimiere, wird nur alles Nötige mitgenommen.   
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Da fehlen weder doppelte Bergegurte, noch Landkarten, Bestimmungsbücher, Starthilfen oder ein Wechselrichter für 220 Volt, um Kamera-Akkus aufladen zu können, selbst eine kleine Seilwinde gehört dazu. Man weiss ja nie, ob wieder mal ein Baum quer über dem Weg liegt oder das Auto im Dreck stecken bleibt.  
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Um mich etwas zu schonen verzichtete ich auf den Abstecher in die Mani und nahm diesmal auch mein Kajak nicht mit. Ich wollte einfach nur jeden Tag, jede Stunde, bewusst erleben und mich freuen. 
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Griechenland beginnt in Venedig!
   
8. Mai 2010  
Die Fähre kann man schon von der langen Brücke (Ponte della Liberta) aus sehen, die von Mestre nach Venedig führt. Die Wartezeit im Hafen kann recht kurzweilig sein. Entweder man macht einen Ausflug in die Stadt oder man ruht sich von der Reise aus und schlendert zwischen den wartenden Autos herum, wobei man entweder nette Leute kennen lernen kann oder man wird Zeuge, wie Blechschäden entstehen, weil wegen Unachtsamkeit der Eine oder Andere den Vorder- oder Hintermann touschiert. Dieses Mal waren es drei.
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8. Mai 2010   
Man kann auch ohne viel Geld reisen.  
Kaum zu glauben, was Sie auf diesem Bild sehen. Nach mehreren Versuchen und schliesslich unter Mithilfe von Zuschauern konnte der Mann endlich seinen Packsack am Rücken befestigen. ohne dass er immer wieder runter rutschte. Aber dann kam das Allerbeste. Der Hund musste auch mit. Gelernt, getan: Ein Sprung und der Vierbeiner machte es sich zwischen den Beinen des Mofafahrers bequem. Ja, es gibt noch Leute, die originell reisen. Leider habe ich den Mann dann auf der Fähre nicht mehr gesehen.
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Venedig, 8. Mai 2010   
Luxus pur!  
Im Vergleich zu diesen riesigen Kreuzfahrtschiffen, deren drei im Hafen lagen, war unsere doch recht grosse Fähre fast nur noch eine Nussschale. 
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9. Mai 2010  
Etwas ganz Schönes zelebriere ich bei jeder Überfahrt:  
Frühstück an Deck bei Sonnenaufgang!  
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Sobald es langsam heller wird, was ich mit Camping an Bord mit freier Sicht aufs Meer gut sehen kann, steige ich aus meinem Dachzelt und dusche mich. Dann ist nämlich noch alles sauber und die Duschkabinen sind noch trocken. Von meinen Vorräten nehme ich Frühstücksflocken, Löffel, Messer, Milch, und einen Apfel mit und, weil der Betrieb des Campingkochers an Bord nicht erlaubt ist, hole ich mir an der Deckbar einen heissen (unverschämt teuren)  Kaffee.  
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Um diese Zeit bin ich hier oben fast allein; nur einige nikotinsüchtige Leute stehen oder sitzen zu dieser Zeit hier herum und geniessen sozusagen unfreiwillig den Sonnenaufgang.
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10. Mai 2010  
Dieses Jahr bin ich nicht weit herumgereist, nahm es etwas ruhiger, habe aber deshalb nicht weniger gesehen und erlebt.   
Start und Ende der Reise war der Hafen von Igoumenitsa.  
Nach dem pünktlichen Anlegen in Igoumenitsa suchte ich mir mein von früheren Jahren bekanntes Schlafplätzchen über dem Hafen. Dann ging es am nächsten Tag frisch gewaschen und gestärkt (Frühstücksflocken, Milch, Apfel und heissen Kaffee) auf der neuen Egnatía Odós (Autobahn) in die Olympregion. Diese neue Strasse erinnert mich an die San Bernardino Route in der Schweiz. Dort reihen sich auch unzählige Brücken und Tunnel aneinander. Obwohl die Egnatía Odós bis zum Olymp ca. 20 km weiter ist, als die Strasse über Trikala - Meteora-Klöster (sie macht einen Bogen nach Norden über Veria), ist man ca. 2 Stunden früher und bequemer am Ziel.  
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Der Name Egnatia geht auf römische Via Egnatia zurück; Odos, griechisch, heisst Weg.   
Die Via Egnatia ist eine römische Strasse auf dem Balkan, durch die die Adriaküste mit dem Bosporus verbunden waren. Als östliche Fortsetzung der Via Appia war sie der direkte Weg zwischen Rom und Konstantinopel, den beiden grossen Metropolen des spätantiken römischen Reichs. 
Die rund um das Jahr 146 v. Chr. gebaute Heerstrasse wurde nach Gnaeus Egnatius, Prokonsul von Makedonien, benannt. 
Verwechseln Sie die Olympregion mit dem fast 3000 m hohen Götterberg Olymp nicht mit Olympia, was immer wieder vorkommt. Das antike Olympia liegt auf der Peloponnes.
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Der Eingang in mein Paradies: Naturpark Pinios-Delta. 
Um 18:30 am 10 Mai im besten Abendlicht angekommen. Ein Plätzchen für die Nacht ist bald gefunden, dann eine warme Mahlzeit und dann ab ins Bett. Das langsame Einbrechen der Nacht ist für mich ein ganz besonderes Erlebnis.
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12. Mai um 07 Uhr. Frühstück oben ohne in der Morgensonne.
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10. bis 12. Mai 2010   
Seit 10 Jahren verbringe ich die ersten Nächte im Schildkrötenparadies des Piniósdeltas. So kann ich mich vom Alltagstrott distanzieren und mich in die Einsamkeit und in die griechische Natur einleben.  
Man muss es erleben, ich kann es nur schwer beschreiben, wenn sich abends die Dämmerung breitmacht und Nachtigallen ihre vielfältigen Melodien vortragen. Dann wird es dunkel und ich liege mit wachen Sinnen glücklich in meinem Dachzelt. Hier kann ich ICH sein, fast ein Steppenwolf. 
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Der nächste Tag beginnt wie immer mit dem Sonnenaufgang. Ich stelle mein Auto wenn möglich immer so, dass ich mich mit den ersten Sonnenstrahlen aufwärmen kann. Nach dem Frühstück (dieses Jahr fast jeden Tag 'oben ohne') tue ich nichts und geniesse es allein zu sein. Dann dauert es manchmal nicht lange und die erste Schildkröte nähert sich. 
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Müssiggang sei aller Laster Anfang, legte man mir als Kind ans Herz. 
Kürzlich las ich: "Faul sein macht intelligent". 
Mir ist beides recht :-)
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11. Mai 2010  
Schildkröte im Piniosdelta.  
Ein schönes Tier inmitten der dort vorkommenden wenigen Futterpflanzen.
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12. Mai 2010  
Verwilderte Pferde. 
Es sieht aus, wie wenn die Pferde trauern würden.  
Ist das liegende Tier krank oder nur trächtig und müde? Ich konnte diese Tiergruppe längere Zeit beobachten; zum Glück stand das Pferd abends wieder auf. Interessant ist, dass sich die Pferde inmitten einer lagernden Kuhherde befanden.
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12. Mai 2010  
Mitten im Sand lief auf offenem Feld eine Sumpfschildkröte zu den Büschen in der Nähe. Suchte sie so weit abseits ihres Wohngewässers eine geeignete Eiablagestelle?  
Normalerweise ist es schwierig die sehr scheuen Sumpfschildkröten von nahem zu fotografieren, aber im offenen Gelände klappt das gut. Hier können sie sich nicht blitzschnell von ihrem Sonnenplatz ins Wasser fallen lassen.
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Jedes Jahr zeigt sich der Eingang ins Schildkrötenparadies anders. Mal geht's durchs tiefe Wasser, mal kommt man trockenen Fusses hindurch. Ich habe immer ein aufsteckbares biegsames Rohr dabei, das ich über den Auspuff stülpen kann, damit mir nicht wie auch schon mal, das Wasser hineinläuft, der Motor abstirbt, und ich mitten in der Furt stecken bleibe.
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12. Mai 2010  
Im Piniosdelta kann es ganz schön einsam und romantisch sein.  
Nicht nur ich, auch andere haben sich da schon verirrt. Auf einem neuen Weg, den ich erkunden wollte, wurde das Gestrüpp immer undurchdringlicher, die spitzen Binsen mannshoch, und schliesslich geriet ich in ein Sumpfgebiet. Ein Zurück war mir zu aufwendig, also einfach weiter! In der Nähe wieherten aufgeregt Wildpferde, die ich aber nicht sehen konnte. Mein Sonnenhut verhakte sich in den Ästen, und die Sandalen musste ich ausziehen.  
In der anderen Hand die Kamera und das Stativ, kam ich kaum mehr vorwärts und das Dickicht liess mich fast daran zweifeln, ob ich hier jemals wieder raus komme.
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12. Mai 2010  
Geschafft!  
Meine schlammverschmierten Füsse waren zum Glück noch heil.  
Bis ich dann endlich wieder beim Auto war, war der Schlamm getrocknet.  
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Am nächsten Tag fuhr ich zu Bernds Schildkrötenstation, um Socke (den Hund) mit feinen Häppchen, die ich extra für ihn mitgenommen hatte, zu erfreuen. Anschliessend fuhr ich ins Hotel Lefkes zu Despina und den Exkursionsteilnehmern von Bernds zweiter Naturexkursion.  
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Vorher machte ich den obligatorischen Abstecher in meiner Taverne (Alisachni) in Platamonas. Einen Ouzo in Ehren, kann niemand verwehren! 
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Am schönsten bei Despina ist morgens das Frühstück. Da ist die Welt noch in Ordnung und die Leute fast nur mit sich selbst beschäftigt und sind angenehm ruhig. 
Abends, nach vielen Gläsern Wein artet die 'Parea'  dann leider oft in lautes Geschnatter und in sinnloses Gelächter aus. Und deswegen reise ich ja sicher nicht nach Griechenland.
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13. Mai 2010  
In der Vithos-Olympschlucht fand ich zwar einige Ophrys, aber die meisten Orchideen und Blumen waren dieses Jahr leider bereits verblüht. Auch fand ich keine Wildtulpen mehr. Bernd Pitzer erklärte mir, dass es dieses Jahr im Januar sehr warm war, und deshalb die Natur mindestens drei Wochen voraus sei. Schade! Auch alle Judasbäume waren bereits verblüht, ebenso alle Affodill, Anemonen und Tamarisken.
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13. Mai  
Zuerst dachte ich, da hätte ich in der Vithos-Schlucht eine seltene Orchidee gefunden, aber Jannis klärte mich auf: Es ist ein Sommerwurz, vermutlich der "Prachtsommerwurz". 
Es ist eine typische Schmarotzerpflanze die in ihrer Ernährung völlig von ihren Wirtspflanzen abhängig ist. Ihr fehlt das zur selbständigen Erzeugung von organischen Kohlenstoffverbindungen („Zucker“) nötige Blattgrün, ihre Blätter sind stark zurückgebildet oder fehlen völlig.
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14. Mai 2010  
Weil es wenig blühende Pflanzen am Olymp gab, machte ich einen Abstecher ins Vogelschutzgebiet bei Agathoupoli südlich des Aliakmonas-Deltas. Dort findet man im Mai eines der buntesten Schildkrötenhabitate.
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16. Mai 2010  
Fahrt zum Kerkinisee.  
Der Kerkinisee allein ist eine Griechenlandreise wert! 
Schon auf der Brücke über den Strimonas fiel mir der ungewöhnlich viel Wasser führende Fluss auf. Als ich dann auf dem Damm westwärts fuhr, staunte ich nicht schlecht. Das Niveau des Flusses reichte bis an den Weg hinauf. Links sehen Sie einige Inseln und Bäume. Dort ist das normale Flussufer. Bis dorthin sind es ca. 80 m und normalerweise ist das trockenes Weideland. Ich habe auch schon dort am Flussufer übernachtet, werde das aber nie mehr tun, denn wenn es in Bulgarien - links hinter den Bergen - stark regnet, kann der Strimonas schnell gefährlich anschwellen.
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17. bis 30. Mai 2010  
Weiter westlich strömte das Wasser vom Fluss ins sonst trockene Weideland. Im normalen Zustand ist das Niveau des Flusses wesentlich tiefer als das Land. Jetzt war es fast einen halben Meter höher. 
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Flüsse faszinieren mich. Ich finde es immer sehr merkwürdig, dass es überhaupt Flüsse gibt. Wassermassen, die einfach unaufhaltsam vorbeifliessen. Wasser, das sich ein Bett gräbt und die sich dauernd bewegenden Landmassen stetig weg erodiert.  
Wie ins Feuer, kann ich stundenlang in einen Fluss schauen, einfach nur schauen, ohne was zu denken - sofern das möglich ist. 
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Alles fliesst: panta rhei! 
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Am Strimonas. 
..... lesen, schauen und träumen....  und im Laufe des Tages immer schön im Schatten bleiben.
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An mehreren Tagen tobten nachts heftige Gewitter. Zum Glück nicht von Sturmböen begleitet wie es am Beles Gebirge oft vorkommt.  
Es war schön, im Schlafsack liegend, das Prasseln des Regens aufs Zeltdach und auf die Zeltplane zu hören, begleitet vom lauten Quakkonzert der Millionen Frösche in den nahen Sümpfen.  
Das Frühstück nahm ich dann jeweils unter meinem improvisierten Dach ein und genoss den Gesang des Mönchs vom nahen Kloster auf der anderen Flussseite. Die Sonne trocknete Zelt und Boden schnell.
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Michael und Carmen Scharf (M&C) hatten mich auch dieses Jahr am Kerkini besucht und brachten mir (kostenlos) Feta und Äpfel mit. Michael wirkt immer sehr bescheiden, macht aber mit seiner Superkamera klammheimlich sagenhaft tolle Bilder.  Mehr hier  
(Bild von Carmen.)
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Nach einem heftigen Gewitter am Abend riss kurz vor Sonnenuntergang der Himmel für wenige Minuten auf und es bildete sich ein grell leuchtender Regenbogen über dem See. Fast kitschig schön.
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24. Mai 2010  
Wie schon in den letzten Jahren leben am Kerkinisee immer noch sehr viele Rosapelikane, Kormorane, Zwergscharben, alle Arten von Reihern und was mir dieses Jahr auffiel, sehr viele Seeschwalben. Ich konnte ihnen täglich zuschauen, wie sie über den Sümpfen rüttelten, dann blitzschnell niedersausten um einen kleinen Fisch aus dem Wasser zu ziehen. 
Auch die seltenen schwarzen Sichler mit ihren krummen Schnäbeln konnte ich dieses Jahr viele sehen.
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Auch Rallenreiher konnte ich wie jedes Jahr viele beobachten. Eigenartigerweise sind sie im Flug schneeweiss. Hier im Bild, bei der Futtersuche im Sumpf. Sie fressen Frösche, Käfer, Würmer und andere Amphibien und auch ab und zu kleine Fische. Weil sie im Prachtkleid etwas braun sind, nennt man sie auch Semmelreiher.
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Ein schönes Stimmungsbild!  
Ein Bienenfresser auf dem Ast eines blühenden herrlich duftenden Christusdorns. Meist sitzen sie eher auf hoher Warte. Der sehr stachelige dornenbewehrte Strauch wird auch manchmal vom Weidevieh gefressen. 
Was man nicht sehen, und ich auch nicht beschreiben kann, ist der Duft und auch das Gesumme der unzähligen Bienen. Kann man Düfte überhaupt beschreiben?  
Seit zehn Jahren kenne ich diesen kleinen Baum, aber erst dieses Jahr konnte ich ihn blühend erleben. 
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Letztes Jahr im Juni sah ich im Piniosdelta hunderte dieser Büsche in voller Blüte.  
mehr hier 
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Auf den gegenüberliegenden Dämmen beobachte ich oft Ornithologen, die meist in Gruppen anreisen und nur einen Tag bleiben. Dann sehen sie natürlich nur das, was sich an diesem Tag zeigt. Sie wollen nur Vögel sehen, sie in ihrer Liste abhaken und dann daheim davon erzählen.  
Zwei Engländer kamen mal kurz zu mir und wollten wissen, ob ich den Rosastar (Sturnus roseus) entdeckt hätte, der sei nämlich hier gesichtet worden. 

Theodoros Naziridis habe ich auch dort auf dem Damm gesehen; er hat wie ich,  ein Panda-Signet auf seinem Auto.
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Sie sehen keine Möwen!  
Das sind Pelikane mit gegen 3 m Flügelspannweite, die sich ohne Flügelschlag in der Thermik hochschrauben. Pelikane gehören zu den grössten flugfähigen Vögeln der Welt. Sie tun das entweder aus reiner Lust am Fliegen oder um Höhe zu gewinnen um dann mühelos zu anderen weit abgelegenen Seen, wie zum Beispiel den Prespa- oder den Volvisee zu gelangen, wo sie ihre Jungen aufziehen oder wo es mehr Fische gibt.
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In der halb verfallenen Hütte neben meinem Camp brüteten auch dieses Jahr Rauchschwalben. Die Jungen waren gerade ausgeflogen und, wie wenn sie auf mich geprägt wären, zeigten sie keine Scheu. So konnte ich sie von ganz nahe fotografieren. Ich befürchtete nur, dass sie ihre Stoffwechsel-Endprodukte auf meinen Schlafsack fallen lassen, den ich täglich auf einer Leine zum Auslüften aufhängte. Meine Befürchtungen waren gerechtfertigt.
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Rosapelikane vor dem Hintergrund des Belesgebirges.  
Man erkennt die Art im Gegensatz zu den Krauskopfpelikanen an den kontrastreichen schwarzen Unterflügeln, die sich deutlich gegen die weissen Schwungfedern abzeichnen.
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So viele Wollschweine gab es früher hier nicht. Sie schwimmen vom anderen Ufer, wo sie hingehören, morgens täglich über den Fluss, um zum Ärger des Besitzers der Wasserbüffel, hier zu weiden. Aber nicht nur deswegen ärgert er sich. Sie wandern im Laufe des Tages immer weiter ostwärts, bis sie zu den Ställen der Büffel kommen, wo sie sich an deren Futter gütlich tun und mit ihren Rüsseln alles durchwühlen und umgraben. Der Büffelbesitzer kommt dann jeden Abend im Picup mit einigen Hunden und jagt die Viecher wieder über den Fluss zurück. Am nächten Tag sind sie wieder da!
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Das Hochwassers hat viele Bruthöhlen der Bienenfresser zerstört. Sie haben aber sofort neue Höhlen gegraben, und zwar sorglos oft direkt am Wegrand, wo sie von den Picups der Fischer leicht zerstört werden können. Es ist schon eindrücklich, wie die kleinen Vögel diese Höhlen graben. Letztes Jahr habe ich eine gemessen: 1.8 m war sie tief.
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Dieses stark vergrösserte Insekt ist ein Exemplar von Millionen Anderen am Kerkinisee. Zum Glück sind es keine stechenden Moskitos! Die Grösse ist etwa 10 bis 15 mm. Ein immenses Futterangebot speziell für Insekten fressende Vögel wie zum Beispiel die vielen Bienenfresser hier. 
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26. Mai 2010 
Blühende Kermesbeere am Strimonas. Der Strauch wird hier nie gross und trägt auch nie Früchte, da die Pflanze liebend gern von den weidenden Kühen und Büffeln gefressen wird.
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Täglich wanderten hunderte Wasserbüffel an meinem Camp vorbei und ich hatte Zeit und Musse, sie zu beobachten. Ich weiss immer noch nicht, ob sie wie Kamele im Passgang gehen oder nicht. Dieses Tier im Bild ist zweifelsfrei im Passgang, aber beim Weiden bewegen sie sich ganz normal, wie andere Kühe. 
Wer weiss mehr?
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Abendrot am Strimonas.  
Zeit ins Zelt zu gehen, Schlafsack schliessen und dem Froschkonzert, dem Grunzen, Bellen, Stöhnen und Zischen der Reiher und Pelikane zu lauschen. Wer nie hier am See die Nächte verbracht hat, kennt diese kaum zu beschreibenden Geräusche, dieses Naturkonzert nicht.
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28. Mai 2010 
Vollmond überm Kerkinisee
vergesse ich nie.
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Langweilig wurde es mir nie, auch wenn sich mal keine oder nur wenige Vögel zeigten. Libellen leben hier in grosser Zahl. Im Bild: Gebänderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens)
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Heidelibelle (Sympetrum vulgatum).  Eine sehr schöne Grosslibelle.
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Paarung zweier Azurjungfern (Coenagrion). Dabei entsteht das für Libellen typische Paarungsrad. Alle drei Libellenarten und noch einige mehr fand ich nahe beieinander im selben Gebüsch am Fluss.
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Der Mann im Suzuki kam zweimal vorbei, um die Verschmutzung des Wassers zu kontrollieren. Je nach der Art der Verschmutzung werden Schutzmassnahmen getroffen.
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Wasserprobe
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Während mehreren Wochen sammelte eine Gruppe alle Abfälle ein. Und zwar wirklich alle!  Zu Fuss mit hohen Gummistiefeln, und in den Sümpfen vom Boot aus . Auch flussaufwärts oberhalb der Strassenbrücke bei Vironia waren sie aktiv. Im Bild Mittagsrast der fleissigen Reinigungstruppe.
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Die vollen Müllsäcke wurden mehr oder weniger fachmännisch abgeführt und am Hauptdamm zwischengelagert. Es warten schliesslich einige hundert Müllsäcke auf den Abtransport. 
Bernd der einige Wochen später auch hier war, sah die Säcke immer noch dort liegen. Inzwischen von Tieren zerrissen und der Wind bläst den Müll wieder in die Sümpfe und in den See. :-(- 
Vielleicht denken die Griechen die Bulgaren sollen ihren Müll selbst abholen, denn der Strimonas schwemmt das Zeug von Bulgarien herunter. Die haben aber kein interesse. Anderseits fehlt vermutlich auch die Möglichkeit die tausend Müllsäcke artgerecht zu entsorgen.
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Michael Scharf hat das Müllboot mit seiner Superkamera fotografiert, das ich auch einige tagelang mit meinem Spektiv beobachtet hatte.
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Alle Schweine können schwimmen, und Wollschweine ganz besonders gut. Auch die kleinen Ferkel schwimmen problemlos über den Fluss.
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Als das Wasser des Strimonas langsam wieder den Normalpegel erreicht hatte, zeigten sich auch die Vögel wieder am Fluss. Vorher waren leider keine zu sehen, was ich sehr vermisst hatte. Jahre zuvor flogen täglich riesige Schwärme noch vor Sonnenaufgang flussaufwärts. Ein Fischer erklärte mir, dieses Jahr sei der Fluss zu stark und zu schnell angeschwollen, sodass fast keine Fische, das Nahrungsangebot der Vögel, den Strimonas hinauf kamen.
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Zum Leidwesen der Fischer leben viel zu viele Kormorane am See, und sie vermehren sich stark. Ich kann kaum glauben, dass alle genug Futter finden. 
Aber die Fischer hier fangen trotzdem Fische. Einige haben mir grosse Fische angeboten, die sie noch lebend in mehreren Kisten im Picup dabei hatten. 
Es ist nicht so, dass man keine Fische mehr fängt. Es hängt vermutlich von der Fangmethode ab. Der traditionelle Fischfang mit altertümlichen Geräten bringt nichts.  
Nach Ablauf der Schonfrist am 20. oder 23. Mai habe ich beobachtet, wie die Fischer tagelang ihre vielen Netze und Reusen im See verankerten. Und sie kamen täglich, um den Ertrag abzuführen. Ich habe auch beobachtet, wie Reiher, Kormorane, Pelikane und Seeschwalben in kurzen Abständen Fische aus dem Wasser zogen.
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28. Mai 2010 
Fast unheimlich rumorte es in der zerfallenen Hütte neben meinem Camp. Als es mir zu bunt wurde, schaute ich nach und fand den Geist: Kaum zu glauben, eine Schildkröte!
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Als ich sie am anderen Morgen herausgeholt hatte, machte ich dieses Bild:  
Eine schöne alte Maurische Landschildkröte!
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Das frisch geborene Kalb folgte hurtig seiner Mutter. Als die ganze Herde dann durch den Fluss schwamm, schwamm es problemlos mit. 
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Mein Freund Mr. Buffalo.  
Ihm gehören fast alle Wasserbüffel hier am Süddamm. 
Im Sack bringt er mir zwei wunderschöne grosse Büffelhörner, die jetzt an der Wand meines Autounterstandes hängen. Er erzählte mir viel über seine Tiere, über den Ärger mit den Wollschweinen des Nachbars und über frühere Zeiten, als der See noch nicht so hoch gestaut war, und hier noch Schakale lebten.
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1. Juni 2010 
Nachdem ich noch eimal bei Bernd Pitzer und zwei Tage im Hotel Lefkes war, beschloss ich in den Pindos Nationalpark zu fahren. 
Der Tag der Abreise begann schon recht komisch. Ich hatte das Frühstück auf 8 Uhr bestellt. Das sollte Despina, der Wirtin, keine Probleme machen, denn ich brauche nur kalte Milch, heissen Kaffee und wenn vorhanden, etwas griechischen Joghurt. Frühstücksflocken habe ich immer dabei. 
Bis 9 Uhr aufs Frühstück zu warten, wenn mich schon um halb sieben die Sonne weckt, gefällt mir nicht. 
Aber gerade an diesem Tag weckte mich die Sonne nicht. Alles total wolkenverhangen. Ich hätte mich darum fast verschlafen. Despina ging es gleich. Sie konnte gerade noch ihren Jüngsten wecken, der zur Schule musste. 
Beim Frühstück meinte Despina vielsagend: In Metsova im Pindos regnet es. 
Sie wusste, dass ich in den Pindos wollte. 
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Bereits in Trikala begann es zu regnen und hinter Kalambaka wo der Aufstieg zum Katarapass beginnt, kam ich in dichten Nebel. Die kleine Kapelle auf dem Vulkanhügel konnte ich wegen des Nebels überhaupt nicht sehen. Dort hinauf führt ein Schotterweg und neben der Kapelle habe ich schon mehrmals Halt gemacht. 
Ein paar km weiter steht eine andere Kapelle südlich der Strasse mit einem grossen Vorplatz. Rundherum Nebel und Regen. 
Dort habe ich unter dem Vordach Mittagshalt gemacht und beschlossen den Pindos auf nächstes Jahr zu verschieben.
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Dann, oh Wunder, hellte plötzlich der Himmel auf. Ich nahm die Abzweigung Richtung Krania. Eine asphaltierte neue Strasse, die mich hoch und höher führte. Unterwegs begegnete ich Hirten mit grossen Schafherden und etwa zehn riesengrossen Schutzhunden. 
Von Krania fuhr ich locker weiter auf einer guten Asphaltstrasse bis Milia. 
Hier bereits erste Hinweise auf Bären.
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In Mila ging's nicht weiter.  
Ein Grieche riet mir eindringlich ab, von hier nach Perivoli weiterzufahren. Ich müsse zurück bis Krania. Dort zweige die Strasse  ab nach Perivoli. 
Auf meiner Karte war das auch so eingezeichnet und den Wegweiser hatte ich im Vorbeifahren auch gesehen. Da die Strasse bis hierher asphaltiert war und alle gleich (schön grün) auf der Karte dargestellt waren, dachte ich, das sei kein Problem. Also zurück nach Krania. 
Dort ein Schild: Perivoli 17 km. Nach wenigen Metern hörte der Asphalt auf. 
Bis Perivoli brauchte ich ca. 2 Stunden! Geröll, Schlamm und gefällte Bäume und keine Menschenseele, aber traumhaft schöne Gegend. Ich hatte nur Bedenken, dass ich irgendwann nicht weiter komme und alles wieder zurück muss. 
Mein Navi zeigte nur an, dass ich im Nirgendwo bin. Endlich sah ich die seltsame steinerne Kapelle bei Perivoli und davor eine Strasse mit Belag.
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Östlich von Perivoli. das auf 1430 m liegt, finde ich eine Griechische Landschildkröte (Thb). Dass in dieser Höhe Schildkröten leben, ist erstaunlich. 
Bernd Pitzer hatte diese Population hier auch schon gesehen.
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Kurz vor Spileo schlängelt sich die schmale Strasse hohen Felswänden entlang. Das Verkehrsschild warnt vor Steinschlag. Wie sinnvoll!
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Spileo liegt auf einer Aussichtsterrasse mit Blick auf die Berge des Pindos. Von hier aus kommt man hinunter zur Portitsa-Brücke.
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Nach einer Wegbiegung sah ich sie weit unten, DIE Brücke, von der Bernd so geschwärmt hatte. Klein wie ein Kinderspielzeug.
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Die Brücke im Abendlicht. 
An der senkrechten Felswand trainierten ein paar Burschen an fixen Kletterhaken.  
Einen fragte ich, wie der Fluss heisst, dessen Name ich nicht zweifelsfrei auf der Karte bestimmen konnte. Er antwortete, dass er nicht von hier sei und es nicht wisse. Auf mein Erstaunen meinte er lächelnd, "Vielleicht ganz einfach Spileo-River." Nach dem Ort hoch oben über den Felswänden. 
Auch die Anderen wussten den Namen nicht. Nachdem sie sich noch eine Weile sehr laut an einem Feuerchen unterhalten hatten - ich fürchtete schon, das ginge nun die ganze Nacht so weiter - kam einer zu mir und sagte, das sei der Venetikos-River. Dann fuhren zum Glück alle im Auto weg. 
Hier habe ich übernachtet und am nächsten Morgen im Flusssand des Venetikos Bärenspuren entdeckt.
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Da tapste doch tatsächlich nachts ein Bär um mein Camp herum.
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Typisch die eindeutigen Spuren eines grossen Sohlengängers. 
Zum Grössenvergleich: Ich trage Schuhgrösse 43.
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2. Juni 2010 
Die Nacht habe ich nahe bei der Brücke verbracht. Es war fast himmlisch ruhig. Auch in weiter Ferne störten mich keine Motorengeräusche, was selten vorkommt. Einfach Ruhe! Weit weg von der Zivilisation. Nur einige Frösche quakten unten am Fluss. 
Es war kühl, nur 8.7 Grad. Da tat heisser Kaffee gut.  
Dann ging ich etwa sieben Mal zur Brücke und in die Mitte des Flussbetts, um die in der Morgensonne leuchtenden Felswände im besten Licht zu fotografieren.  
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Wie kann sich ein Fluss durch so eine gewaltige Felswand hindurchfressen? 
Ganz einfach, der Fluss war vorher da!  
Während sich die Berge infolge der Plattentektonik langsam erheben - wenige Millimeter pro Jahr - hat der Fluss genug Zeit sich seinen Weg immer wieder freizuerodieren.
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Zum Abschied zeigte sich Zeus....   Mit Augenbrauen, Bart und Kopfhaar.
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Auf der Autobahn durch den Pindos sah ich Warnsignale, abwechselnd in Griechisch und Englisch: Achtung Bärenhabitat!  Geschwindigkeit mässigen!
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2. Juni 2010 
Wieder am Meer.  
Abendstimmung an der albanischen Grenze nördlich Igoumenitsa / Sagiada.
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3. Juni 2010 
Gewitterwolken am letzten Abend über dem Hafen von Igoumenitsa.
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4. Juni 2010 
Mit kleiner Verspätung kommt die Fähre, schluckt uns alle. Es ist bereits meine 20. Fahrt mit Minoan-Lines, also an Bord nichts Neues. Im Abfertigungsgebäude am Hafen habe ich mir noch ein paar Flaschen Malamatina besorgt. Die werde ich dann zum Essen im Selbstbedienungsrestaurant geniessen.
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5. Juni 2010 
Touristen, die nur Deckpassage gebucht haben, legen sich nachts leider einfach  in die Gänge vor den Kabinen. 
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5. Juni 2010 
Einfahrt in Venedig um 08 Uhr (griechische Zeit 09 Uhr). 
Blick in den Canale Grande. Ich hatte in allen Jahren das Glück, in Venedig schönes Wetter zu haben. Bei guter Sicht kann man vom Sonnendeck aus manchmal sogar bereits die schneebedeckten Alpen sehen. 
Ganz langsam fährt die Fähre links durch den 'Canale della Giudecca' zum Anlegeplatz. Das ist jedesmal beim Aus- wie beim Einlaufen ein herrliches Schauspiel.
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Fragen, Tippfehler oder Bemerkungen bitte  hier! **
 
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