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Um dem Sturm weniger Angriffsfläche zu bieten, löste ich die Zeltstreben und zog das Zelt über mich herunter. Nun, ich hab's überlebt, obwohl ich und ein Teil des Zeltinnern nass geworden sind. Ein Pferd, das unter einer der alten grossen Eichen angebunden war, musste diese Nacht auch aushalten. So ist das in Griechenland.
Am anderen Tag fand ich dann weiter südlich bei Agiokambos ein wunderschönes Plätzchen zum Trocknen am Meer.
Morgendämmerung bei Agiokambos, Fischer fahren aufs Meer hinaus. 26. Mai 2009 um 05:53
Auf der Fahrt auf die Pilion-Halbinsel. Hier musste ich anhalten, um diese Farbenpracht im Bild festzuhalten. Grauer Asphalt, rote Erde, saftiges Grün und darüber der tiefblaue griechische Himmel.
Überall leuchteten am Strassenrand rosa blühende Büsche. Schnell im Pflanzenbuch nachgeschaut: Es ist der Perückenstrauch (Cotinus coggygria). Die zahlreichen Blütenstiele, mit fedrigen, violetten Haaren besetzt, geben dem Fruchtstand ein perückenhaftes Aussehen. Wurde früher zum Gerben und als Heilmittel verwendet. (Schönfelder, Mittelmeerflora; 2008, ISBN 978-3-440-10742-3, sehr empfehlenswert.)
Einen so grossen Schlangenwurz (Dracunculus vulgaris) habe ich noch nie gesehen. Das Blütenblatt war über 50 cm lang. Diese giftige Pflanze wird vom Vieh gemieden und duftet nach Aas. Mir schien, es roch nicht so schlecht, eher wie gut abgehangenes Fleisch.
"Echtes Tausendgüldenkraut". (Centaurium erythraea) leuchtet dem Betrachter im ganzen Mittelmeerraum entgegen.
Verlassener Marmorsteinbruch bei Veneto. Die neu gut ausgebaute Strasse zu diesem einsamen Kaff führt in tausend Kurven über einen Pass und durch wunderbare lichte Eichenhaine. Hätte ich nicht vor Jahren einen Artikel in der NZZ über Veneto gelesen, ich hätte mir die Mühe nicht gemacht, dorthin zu fahren, aber es hat sich gelohnt.
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