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Griechenland    9. Mai - 5. Juni 2009
ein Reisebilderbuch
Seite 5   Piniosdelta

Ein paar Tage und Nächte allein im Piniosdelta zu verbringen gehört für mich zu den schönsten Erlebnissen in Griechenland. Die Idee stammt vom Biologen und Tierfilmer Uli Nebelsiek und seiner Frau Verena, die abends im Delta bei Einbruch der Dämmerung sagten: "wäre schön, hier zu übernachten."  

Schwarzstörche suchen ihr Futter in den Sümpfen, Wildpferde galoppieren vorbei, Mutterkühe mit ihren Kälbern weiden in der Nähe, Schildkröten laufen über den Weg, Smaragdeidechsen verirren sich in meinen Schuhen, und nachts wiegt mich ein Froschkonzert und der Gesang von Nachtigallen in den Schlaf.  
Ein weiteres Erlebnis ist dann die Fahrt auf dem Pinios bis ans Meer, wo Bienenfresser, Reiher, Beutelmeisen, Würfelnattern und Sumpfschildkröten zu sehen sind.  
 
Gegen Abend kam ich gerade noch rechtzeitig an, um etwas zu essen, mein Zelt aufzuklappen und dann beim Abendspaziergang bereits schlafende Schildkröten zu sehen.  
Nicht alle vergraben sich nachts; die meisten verschwinden unter dichten dornigen Büschen. Die Temperatur war nachts zwischen 12 und 15 Grad C. 
 
 
Beim Eingang zum Delta standen über hundert Bienenkästen. Na, dachte ich mir, will man uns das Leben hier vergällen?  
Schnell stellte ich aber fest, dass ein Meer von Büschen, des Christusdorns in voller Blüte standen. Eine immense Nektarquelle für die Bienen. 
 
 
Pia hat mich fotografiert, als sie mit Bernds Kanu voller Mädels mir auf dem Pinios entgegenkam. 
 
 
Den habe ich beim Sonnenbad vom Kajak aus erwischt. 
 
 
Nicht nur Tiere am Fluss, nein auch das Licht ist fantastisch....und ich lasse mich gerne langsam durchs Schilf flussabwärts treiben. 
 
 
Büsche und Pflanzen hängen am Ufer oft tief ins Wasser und da muss man ihnen eben ausweichen.  
Im Bild das "Windende Geissblatt" (Lanicera implexa
  
Emys orbicularis, die Europäische Sumpfschildkröte sonnt sich gerne auf Totholz im Wasser. Bei Gefahr lässt sie sich einfach ins Wasser fallen. Dem scheuen Tier konnte ich mich mal unbemerkt nähern. Ein scharfes Bild zu erhalten ist von wackligen Kajak aus nicht einfach. 
 
 
Ich liebe es, das "Hasenschwänzchen" (Lagurus ovatus) oder Samtgras.   
Im Delta findet man es oft. 
 
 
"Immergrüne Rose" (Rosa sempervirens) ist in den Macchien und lichten Wäldern weit verbreitet. 
  
Wenn man Durst hat, trinkt man auch Brühe aus einem sumpfigen Teich. Gelbe Schildkröte inmitten grüner Wasserlinsen, ein farbenfrohes Bild. 
 
 
Und wie macht sich die Schildkröte wieder sauber?  

  
Urwald im Delta.  
 
 
Wildpferde äsen im ausgetrockneten Sumpf. 
 
 
Dies Schildkröte hat Bernd leider nicht rechtzeitig auf die Station bringen können, um sie zu heilen.  
Das Weisse sind die Knochen des Panzers. Die dünnen farbigen Hornschilde sind abgefallen. 
Am Schwanzschild sieht man noch eines. 
 
 
Der Konzertmeister mal von ganz nah. Habe ich mich gefreut, ihn so aufs Bild zu bekommen.  
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