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Am Kleinen Prespasee in Nordgriechenland im April 2007 
Schon lange hegte ich den Wunsch das Pelikan-Brutgebiet  am Prespasee zu besuchen, hatte ich doch schon so viel davon gehört und gelesen. Hartmut Heckenroth, der Griechenlandkenner und Ornithologe, beschrieb mir freundlicherweise gute Beobachtungsplätze. 
Von Florina aus führt die kurvenreiche Strasse durch einen unendlichen Hänsel- und Gretel-Wald. Kurve reiht sich an Kurve und dazu geht's immer wieder steil hoch hinauf und dann wieder tief hinunter. 
 
 
Nach jeder Kurve kam eine neue Kurve und wieder eine und wieder eine... 
Und nach jedem Übergang ging's hinab in die nächste Geländekammer. Als ich schon dachte, den Prespasee, den gibt's vielleicht gar nicht, sah ich nach der hunderttausendsten Kurve unten in der Ebene einen Silbersee im Abendlicht.  
Ich jauchzte: Der Prespasee! 
Zum Schlafen fand ich zum Glück rasch ein gutes Plätzchen. Dann etwas Warmes auf dem Campingkocher zubereitet und ab in den Schlafsack. 

 
Am anderen Morgen: 
Der Blick auf den Kleinen Prespasee mit seinem Schilfgürtel und der Insel Agios Achilos. 
 
Im Schilf auf kleinen Inselchen brüten Pelikane. Um sie beim Brutgeschäft nicht zu stören, sollte man sie nur aus der Ferne beobachten.  
 
Hunderte brütende Krauskopf- und Rosapelikane. Man sagt, sie gehören zu den letzten, die es in Europa noch gibt. Entdeckt wurden sie erst in den sechziger Jahren. Wie am Kerkinisee leben und fischen sie zusammen mit Kormoranen (den schwarzen Vögeln). 
 
Blick vom Hügel beim schwimmenden Steg, der zur Insel führt, auf die riesigen Schilffelder. Im Hintergrund erkennt man die über 2000 m hohen schneebedeckten Berge des ehemaligen jugoslawischen Mazedoniens. 
 
Das abgestorbene Röhricht wird auf brauchbare Länge geschnitten und zum Trocknen aufgeschichtet.  
 
Wie oft in Griechenland verrichten freundliche fleissige Albaner schlecht bezahlte Arbeit . 
 
Südwestlich von Mikrolimni hört die Welt und der Weg auf.  
Ein Anglerplätzchen im südlichen Teil des Prespasees wo die Ufer etwas steiler sind und deshalb weniger Schilf wächst. 
 
Welcher Spassvogel hat sich da seine Villa am schwimmenden Steg gebaut? 
 
Wie dieses Haus auf Ag. Achilos ist die ganze Gegend noch nicht touristisch erschlossen. 
 
Was viele nicht wissen und was man nicht täglich sieht: Pelikane in der Thermik. Ein grandioser Anblick, und ein untrügliches Zeichen für bevorstehenden raschen Wetterwechsel. 
Rund um den Kleinen Prespasee findet man rote Erde, die vermutlich sehr eisenhaltig ist. Ob das der Grund ist, dass nur hier die grossen Elefanten-Bohnen gedeihen? 
 
Die einsame Strasse über Pili nach Psarádes am Grossen Prespasee. 
Als ich Griechen fragte,  welche Taverne man mir dort für ein gutes Fischgericht empfehle, antwortete man mir: In Psarádes, in  jeder! 
 
Psarádes am Ende der Welt 
 
Abend am Kleinen Prespasee.
Gute Nacht! 
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