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Nah bei der Natur.
Mit dem Dachzelt in Griechenland.
 
Auf den Rat eines Berliner Campers, den ich 2006 auf der Peloponnes traf, mir doch ein Dachzelt anzuschaffen, informierte ich mich im Internet bei ProCamp.  
Dort wurde ich fachlich beraten und der Kauf kam rasch zustande.  
Bei der Montage und der Instruktion verschwieg mir Sonja Stella jedoch, dass man mit angelegter Leiter nicht wegfahren soll. Weiter durfte ich später selbst herausfinden, dass man beim Modell Columbus sogar im Dachzelt stehen kann, wenn der hintere Eingang oben offen ist. Sind zwar Kleinigkeiten, aber nicht unwichtig. Siehe hier

Mit "Camping on Bord" ist die Überfahrt sehr angenehm, hat man doch jederzeit Zugang zum Fahrzeug. Duschen und alles andere an Bord ist frei benutzbar. 
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Minoan Lines: Venedig-Igoumentisa ca. 24 h / Venedig-Patras ca. 30 h. 

Meine Frühstücksutensilien nahm ich nach oben aufs Sonnendeck und konnte in aller Ruhe in der Morgensonne meinen Hunger stillen. Heissen Kaffee dazu gab's an der Deckbar. Mit drei Euro die Tasse jedoch unverschämt teuer. 

Mein erster Übernachtungsplatz mit Dachzelt war auf einem einsamen Hügel über dem Prespa-See in Nordwest-Griechenland an der Grenze zu Albanien. 

Dort blieb ich einige Tage und konnte Fotos von brütenden Pelikanen machen. Natürlich aus sicherer Distanz, um sie beim Brutgeschäft nicht zu stören.  Im riesigen Schilfgürtel am kleinen Prespasee brüten noch hunderte Pelikane. Ausser im Donaudelta und bei Messolongi sind dies in Europa die einzigen Brutplätze dieser von Aussterben bedrohten Vögel.

Weiter ging's dann nach Osten zum Kerkinisee in Nordgriechenland an der Grenze zu Bulgarien. 
Dort suchte ich einen einsamen Platz am Strimonas River. 
(Bild vom Kajak aus aufgenommen)

  
Schliesslich campierte ich wie schon in den vergangenen sechs Jahren auf dem Damm des Strimonas, wo man freien Blick über See und Fluss mit seinen vielen Vogelarten hat. 
Der Flugverkehr tausender Vögel ist oft atemberaubend und beginnt vor Sonnenaufgang. Da bin ich in meinem Dachzelt "allzeit bereit" oder wie mal eine Fra zu mir sagte: "Nah bei der Natur"

Unterm Sonnenschirm, der sturmsicher mit vorgespannten Bambusstäben in die Erde gedrückt wird, konnte ich Vögel mit meinem Fernrohr beobachten.    
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Bei geöffnetem Schiebedach ist das darüber liegende Dachzelt ein richtiges Tropendach, das als Sonnenschutz dient, und trotzdem Dieben keinen Zuriff ins Auto gestattet. 

Nach einer Woche am Kerkinisee geht's wieder runter vom Damm. 
.....Runter kommt man immer ...fragt sich nur wie.

Mit meinem Dachzelt geniesse ich fast grenzenlose Freiheit.

Durch diesen mit Schilf überwachsenen Weg kommt kein Wohnmobil durch. 
Mit dem Dachzelt hingegen schon, obwohl's manchmal am Lack oder unten unangenehm kratzt. Besonders dann, wenn Disteln zu nahe, zu hoch oder mitten im Weg stehen.

  
 
Über Naturpisten auf der Suche nach den Wildpferden im Axiosdelta (südlich von Thessaloniki), wo ich oben im Dachzelt in Sichtweite der scheuen misstrauischen Pferde die Nacht verbringen konnte.

  
Schliesslich einige Tage in meinem kleinen Paradies im Piniosdelta (Mittelgriechenland, Olympregion) bei frei und wild lebenden Pferden, Rindern, vielen Schildkröten, seltenen Reptilien und blühenden Orchideen.    
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Wenn es doch mal regnet, bietet eine Zeltplane über der Heckklappe ausreichend Regenschutz. Stehhöhe(!) und auch Platz für Tisch und Stuhl.

Ich hab's erwartet!   
Mein Freund Bernd überrascht mich im Piniosdelta mit seinem Buschtaxi - einem  Toyota Landcruiser BJ 45/heavy duty edition -  mit einer Schildkröten-Exkursionsgruppe. 
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Abends bin ich wieder allein und kann mich am nächtlichen Froschkonzert  und beim Morgengrauen an den vielen Vogelstimmen freuen.   
Moskitonetze an den Eingängen (Standardzubehör) halten mir die Blutsauger fern.

Auf der Suche nach einem Camp in den weiten Salzsteppen der Lagune von Messolongi. (Westgriechenland, nördlich von Patras)

Endlich habe ich ein einsames Plätzchen gefunden.  Nachts fahren lautlos die Fährschiffe zwischen Patras und Venedig vorbei. Sie sehen wie beleuchtete riesige Tortenstücke aus.  
Eine immense Lichtverschmutzung. Die Passagiere können deshalb die Milliarden funkelnder Sterne am Nachthimmel nicht sehen. 
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Mir aber leuchten sie durchs offene Dachzelt-Fenster.

Fast jeden Morgen weckt mich die Sonne, denn ich richte das Auto möglichst so, dass die ersten Sonnenstrahlen das Zelt rasch aufwärmen können.    
Dann singe ich das Lied von Nana Mouskouri: 
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" Guten Morgen Sonnenschein!   
Diese Nacht blieb dir verborgen,    
doch du darfst nicht traurig sein.     
Guten Morgen, Sonnenschein.    
Nein du darfst nicht traurig sein ......" 
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„Wenn Eos ihre Rosenfinger unerbittlich über den Horizont streckt, 
der daraufhin in Safranfarben erstrahlt,  und Helios seine feurigen Rosse anschirrt....

"...morgens allein am Meer."
Tiere und Pflanzen suchen, beobachten und fotografieren. Lesen, träumen und abends barfuss im warmen Sand der Brandung entlang wandern.... 
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Jeder sucht das Glück auf seine Weise.

Am Golf von Amvrakikós in Westgriechenland fand ich einen einsamen Vogel-Beobachtungsstand. Ideal für mich, um dort einige Tage zu bleiben. Proviant und Wasser habe ich immer für einige Wochen dabei.    
Und mein Dachzelt auch.   
 
.... es braucht nicht viel, um glücklich zu sein .... 
(Bild im Piniosdelta)

Mit Dachzelt COLUMBUS  zu reisen, macht Freude.
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Herzliche Grüsse an Sonja Stella und HansPeter Fuhrer 
ProCamp 
CH-8620 Wetzikon. 
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Nachtrag.
Und das auch noch: 
Anfang Juni 2009 kommt doch ein Mann auf mich zu, als ich in Igoumenitsa auf die Fähre warte, und fragt mich lächelnd, ob ich ih noch kenne. Es war der Berliner Camper, der mir von drei Jahren riet, ein Dachzelt anzuschaffen. Er und seine charmante Frau haben sich nun mein Zelt von aussen und  innen angeschaut und waren begeistert.