Verborgene byzantinische Kirchen in der inneren Mani  
An dieser schönen Kirche Agh. Anargyri an der Strasse nach Areopolis fahren viele vorbei. Innen ist sie voller farbiger Fresken.  
Gegenüber wohnt ein älteres Paar. Unter einem Schatten spendenden Dach stehen zwei Tische, und wenn man Glück hat, kann man dort einen Kaffee oder ein Glas Wasser bekommen. In der nahen Umgebung findet man noch vier weitere Kirchen, aber diese ist die Interessanteste.  
Erwin Siegfried schreibt in seinem Buch "DIE EXO MANI, verborgene byzantinische Kirchen": 
Agj Anargyri, die den Aerzteheiligen Kosmas und Damian geweihte Kirche, die direkt neben der Quelle des Ortes steht. Diese christlichen Zwillingsbrüder aus Kilikien (Syrien) haben Kranke unentgeltlich geheilt und so viele vom Christentum überzeugen können. Im Jahre 303 wurden sie mit 3 weiteren Brüdern enthauptet. Ihre Attribute sind Salbenbüchse und Flasche. Bei den Chirurgen sind sie bekannt, weil sie die erste Beintransplantation vornahmen. Die zwei Heiligen sind auf der Nordseite, neben der Ikonostase abgebildet.

Innenaufnahme obiger Kapelle 
Agh. Panteleímon bei Boularii  
Nach langem Suchen im nicht ungefährlichen Gelände fand ich diese einsame Kirche.  Manch ein Wanderer hat sich beim Klettern über verfallene Steinterrassen zu diesem Heiligtum Schürfungen und Prellungen zugezogen.  

erstaunlich gut erhaltene über 1000 jährige Fresken im Innern.  
Der Heilige Panteleímon als junger Arzt ohne Bart.  
Als Christ heilte er verfolgte Mitchristen ohne Bezahlung und verteilte sein Vermögen unter der armen christlichen Bevölkerung.  
Er wurde vom Kaiser Galerius gefoltert und zum Tode verurteilt.  
Der Ausdruck des überlebensgrossen Gesichtes vermittelt noch heute den Schrecken der Folterung.  

links oben in der winzigen Kapelle, die eher einer guten Stube gleicht, das Bad des Jesuskindes.  
ebenfalls in Boularii die Megalithkapelle Agh. Panagia. Der Vorraum ist wie üblich ohne Dach, aber im Innern findet man schöne Fresken. 
Maria mit Jesus im Innern obiger Kapelle  
Einsame Kapelle in Paliros
Leider verschlossen, aber durchs offene Fenster sah ich alte Fresken.  
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Ein völlig unbekanntes Kleinod zwischen 'Alika und Kypárissos. Auf der Suche nach dem antiken griechischen Tempel Kenipolis und dem Aphrodite's Sanctuary, sah ich dieses schwarze Loch in der Längsseite einer Magalithkapelle.  
Auf der Karte 1:50'000 von Anavasi fand ich den Namen: Agh. Paraskeyi. 
Auf dem Dach sah ich kein Kreuz, aber im Innern hatte man auf dem Boden mit Steinen ein Kreuz gelegt. 
Im Innern verschiedene Überreste griechischer Tempel und sogar einige Fresken an den Wänden.
Die Doppelkapelle Panajía und Petros in Ochia.
Die beiden Kapellen sind durch einen winzigen Durchgang miteinander verbunden.  

Agh. Dimitrios-Kirche in Keria. 
Zum Grössenvergleich habe ich eine Wasserflasche vor den Eingang hingestellt.  
"Weil es keine Türen gab, hielt man die Öffnungen so klein wie möglich, zum einen gegen den Wind, der im Winter stark und feucht wehen kann, zum anderen, um die Zugänge mit Steinen schliessen zu können. Bei Häusern und Türmen war mit den niedrigen Eingängen die Verteidigung erleichtert, denn kein Eindringling konnte in gebückter Stellung kämpfen"  
(aus Hellmut Loos: Durch die wilde Mani, ISBN 3-7059-0063-3)   
"Die Dimitrios Kapelle in Keria ist 2.5 m breit, 6 m lang und hat Stehhöhe. Ohne Mörtel gebaut, wurden die Wände innen verputzt, um die vollflächig mit Fresken gestalten zu können. Den Gläubigen dienen umlaufende Steinbänke zum Sitzen. Obwohl der Kirchenboden heute einem Steinacker gleicht, kann man sich in dem kleinen Raum die scheinbare Anwesenheit der Heiligen im Gottesdienst vorstellen: wie die Gestalten beim Flackern der Kerzen oder Öllampen anfingen, sich aus dem Halbdunkel der Wände herauszutreten, auf den Gläubigen zuzukommen."  
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(aus Hellmut Loos: Durch die wilde Mani, ISBN 3-7059-0063-3)  
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