Olympschlucht Vithos
Weil ich schon in meinen früheren Reiseberichten die Olympschlucht ausführlich beschrieben und illustriert habe, beschränke ich mich hier hauptsächlich auf eine Pflanze, die ich vorher nie finden konnte.  
Die Jankaea (jankaea heldreichii), die am Olymp ihr weltweit einziges Vorkommen hat.  
 
Wie in den vergangenen Jahren hätte ich sie auch dieses Jahr nicht gefunden, wenn Guido Sachse, ein bekannter Naturfotograf, mir nicht den Standort beschrieben hätte.

***
Ausgangpunkt meiner Wanderungen in der Schlucht ist entweder Prionia auf 1000 m Höhe oder das einsame, von deutschen Truppen zerstörte Kloster Agios Dionysos
das im oberen Drittel der Schlucht liegt.
Die blaublühende Jankaea.  
Man kennt auch solche mit rot-violetten Blüten.  
 
Ich zitiere aus dem Kosmos Naturführer "Tiere und Pflanzen":  
-  
"...Erinnert stark an ein Usambara-Veilchen, aber es ist kein Veilchen, sondern ein Gloxinien-Gewächs .... -  
von diesen konnten nur wenige Arten die Eiszeiten überleben. Nämlich auf dem Balkan und in den Pyrenäen....  
Die nächsten Verwandten kommen in Ostafrika vor, wo auch das Usambara-Veilchen heimisch ist..."
Wie man auf den Bildern gut erkennen kann, wächst die Jankaea nicht aufrecht dem Licht entgegen,
sondern eigenartigerweise horizontal aus der steilen Felswand heraus.
Vassilis Chatzirvasanis schreibt im Reiseführer 'ecotourism':
Die Jankaea heldreichii, mit ihren silbrigen Blättern in der typischen Rosette angeordnet, schmückt die Felsspalten zwischen 400 m und 2400 m Höhe und ist ein lebendiges Fossil aus dem Quartär und das einzige europäische Mitglied der Familie Gloxina, die in den tropischen Wäldern zuhause ist.

Sizilische Zwergiris, die es in Griechenland gar nicht geben soll.
Am Olymp habe ich sie gefunden.  
  <<<<<<<< zurück <<<                           home                         >>>>>>>>> weiter >>>