Archäologische Stätten 
Auf dieser Reise konnte ich Sounion, Cap Tenaro, Gortis, Likeo und Messene besuchen. 
(wiederholter Besuch: Olympia, Korinth und Epidavros)
Der weisse Tempel des Gottes Poseidon auf einer Felsklippe 60 m über dem Meer.
Nach viel Mühe, ich hatte endlich die mit Autos vollgestopfte Stadt Athen durchquert, die wegen der bevorstehenden Olympiade eine riesige Baustelle ist, sehe ich am Horizont die Ruine des Poseidon-Tempels auf einer Klippe am Cap Sounion. 
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Eine Besonderheit des Tempels ist das verwendete Material, Marmor aus dem nahen Agrileza. Er enthält fast keine Eisenbestandteile, wodurch die gelbbräunliche Oxidation ausbleibt und die Säulen ihr schönes Weiss behalten. 

 

Im Abendlicht färbt sich 
der Poseidon-Tempel rötlich.
Trotz der starken Verwitterung der Säulen erwecken sie einen „schlanken", relativ eleganten und leichten Eindruck. 
Dieses Phänomen beruht auf der Tatsache, dass sie eine Höhe von 6,10 m aufweisen, ihr Basisdurchmesser jedoch bei nur 1 m liegt. Daraus ergibt sich, dass die Säulen mehr als sechsmal so hoch wie breit sind. 
Das Richtmass lag bei viereinhalb- bis höchstens fünfmal so hoch wie breit. 
14. Mai, Sonnenuntergang auf Sounion.
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Nachts stehe ich auf und gehe vom meinem Schlafplatz hinauf in Richtung der Felsenklippe und kann den Tempel im Mondlicht sehen. 
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Mein lang gehegter Traum geht in Erfüllung! 
(Für ein Bild ist es zu dunkel)
Die monolithische Säulen von Korinth.
Im Hintergrund das mächtige Akrokorinth.
Der Aufstieg ist jedes Mal lohnenswert.
Paulus an die Korinther:
Wenn ich mit Menschen- und mit Engelszungen redete, 
Und hätte der Liebe nicht, 
So wär' ich ein tönend Erz, 
Oder eine klingende Schelle. 
Und wenn ich weissagen könnte, 
Und wüßte alle Geheimnisse 
Und alle Erkenntnis, 
Und hätte allen Glauben, also 
Daß ich Berge versetzte, 
Und hätte der Liebe nicht, 
So wäre ich nichts. 
Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe, 
Und ließe meinen Leib brennen, 
Und hätte der Liebe nicht, 
So wäre mir's nichts nütze. 
Nun aber bleibet Glaube, Hoffnung, Liebe, 
Diese drei; 
Aber die Liebe ist die grösste unter ihnen.
Durch die wilde Mani gelange ich 
auf Irrwegen endlich zum 
 Cap Tenaro, der Südspitze der Peloponnes.
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Der Schotterweg endet vor einer uralten Basilika auf den Fundamenten eines griechischen Tempels. 
Nach der Überlieferung soll Herakles hier in der Nähe in den Hades hinabgestiegen sein, um den dreiköpfigen Höllenhund Cerberus zu bezwingen. 
 
Die Basilika 
Wer kommt schon hierher, ans Ende Europas? 
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Interessant ist die Verwendung von (geklauten) Steinen griechischer Tempel. 
Es grenzt an ein Wunder, dass diese mickrigen Gewölbe noch nicht eingestürzt sind. 
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Nach einem halbstündigen Marsch gelangen Iannis Ammon und ich zum Leuchtturm an der felsigen Südspitze, wo grosse Frachter ganz nah die Peloponnes umrunden. 
In dieser einsamen Gegend treffen wir ein Ehepaar, das ich vor zwei Jahren im Nestorpalast gesehen habe. Wie klein die Welt ist. 
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Reinard Schulz schwärmt in deinem Buch: 
...nur noch 390 km entfernt, kann man bereits die Küste von Afrika ahnen... 
 
Geheimtipp: 
Iannis Ammon entführt mich anschliessend zum einsamen Piratenort Porto Kagio, wo wir in einer Taverne an der Hafenbucht gemeinsam Fische essen. 
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Eine junge Griechin zeigt uns frisch gefangene Fische zur Auswahl und bedient uns liebenswürdig, während wir zusehen, wie unsere Fische im Meer  ausgenommen und gewaschen werden. 
Gefundenes Fressen für eine Möwe, die sich ihren Anteil zu holen weiss. 

 
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Foto: Giannis Kofinas

Am 2000 Jahre alten Arkadischen Tor 
von Messene, mit seinen Vorhof von 19 m und dem Türsturz, der 5 m Strassenbreite überspannte, habe ich mich mit Iannis Ammon verabredet. 
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Es gilt als das am besten erhaltene Tor Griechenlands und ist ja auch nicht zu verfehlen, habe ich gedacht. 
Aber wegen eines umgefallenen Strassenschildes verfahre ich mich und habe Mühe den Ort zu finden. 
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Da ich schon am Vorabend eintreffe, habe ich genug Zeit und suche ich mir in aller Ruhe einen Schlafplatz. 
Etwas abseits an der Mauer richte ich mich ein, koche, wasche mich und lasse mich von den Gesängen der Mönche vom nahen Kloster in den Schlaf singen und morgens wieder wecken.
Chinesische Mauer? 
Die Festungsmauer des antiken Messene, die nicht nur die Stadt sondern auch die notwendige Landschaft umgibt, ist 
- 9 km lang,  
- 3 m dick,  
- über 7 m hoch,  
- mit 30 Türmen bewehrt  
- verfügt über 4 Tore.  
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Sie ist mörtellos aus exakt behauenen Steinen gefügt. 
An solchen Mauern kann ich mich nicht satt sehen. 
Iannis lächelt, er versteht mich.
Am andren Tag: 
Iannis Ammonm kommt pünktlich. 
Per Handy kommunizieren wir miteinander und können uns so auf Wegprobleme aufmerksam machen. 
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Wie lange befinden sich dieser Türsturz wohl schon in dieser statisch unsicheren Lage?
Viele Ausgrabungen dauern in Griechenland 
auch heute noch an. 
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Mit Iannis Ammon durch Ausgrabungsgelände zu klettern, und seinen Ausführungen zuzuhören ist ein Genuss. 
Er weiss so viel, kennt so viele Blumen und ist immer guter Dinge. 

 

Das restaurierte Gymnasium vom Messene
Wasserzufluss mit Becken in Messene 
Überall finden wir viele noch nicht ausgegrabene Dinge. 
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Zum Abschluss der Besichtigung von Messene essen wir gemeinsam auf der Terrasse einer Taverne mit Blick über das grosse Ausgrabungsgelände. 
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Ausser einem halbblinden Griechen, der mit dem Auto vorbeifährt, sind wir allein. 
Es muss ja nicht immer die von Touris überquellende Akropolis von Athen sein... 
 
Auf dem kahlen Bergplateau die 
Tempelanlage Lykaios
Nur die Tafel zeigt, wo der antike Tempelbezirk einmal war. Wegen des rauhen Klimas hier oben auf fast 1400 m Höhe, hat man die Stange tief ins Geröll gerammt. 
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Rainard Schulz schreibt: 
"Wir haben hier oben eine phantastische Aussicht. Genau im Westen erkennt man mit blossem Auge das weisse Zelt, mit dem der Tempel von Bassai seit Jahren überspannt ist." 
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Weiter finde ich in seinem WOMO-Reiseführer den Satz: 
Im 2. Jahrhundert nach Christi schrieb Pausanias:  
"Es war nachweislich eine der grössten Menschenopferstätten aus der Frühzeit der Menschheit, denn sieben Meter hoch getürmte Asche und mythische Überlieferungen formen dieses phantastische Bild der arkadischen Zeusverehrung." 
Hippodrom / Likeo 
Nur wenig unterhalb der einsamen Tempelanlage befindet sich ein Hippodrom. 
Ich kann's nicht fassen: 
Ein Hippodrom in dieser unwirtlichen Bergwelt! 
 
Götterbad oder Latrine? 
Endlich in Gortis, dem Götterbad, wo Zeus nach seiner Geburt gebadet worden sein soll. 
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Rainard Schulz schreibt: 
...Besondere Rätsel gab mir das halbrunde Sitzbad mit den einzelnem Badekammern auf - aber heute haben wir eben andere Badesitten... 
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Ich denke, das war eine Latrine. 
Ich sitze jedenfalls ganz bequem darin. 
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Vielleicht war es auch ein Brunnen wo man sich reinigte? 
Brunnen dieser Bauart findet man heute noch von Moscheen.
Der Tolos Epidavros 
Alle kennen das 14' 000 Menschen fassende Amphitheater von Epidavros. 
Hier der Tolos, der zur Zeit restauriert und auf seine ursprünglichen 18 m Durchmesser vergrössert wird. 
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Epidavros ist immer eine Reise wert.
Zeustempel in Olympia 
Trotz heftigem Gewitter kommt Iannis mich auch in Olympia besuchen. 
Wir verabreden uns am meinem Lieblingsplatz, dem lieblichen Heratempel unterhalb des Chronoshügels. 
Zusammen verbringen wir anregende Stunden und beenden den Tag in einer griechischen Taverne. 
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Hier im Bild das umgestürzte Kapitell einer Säule des  mächtigen Zeustempels.
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