Platamonas 20.12.2010
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An alle Paten, Spender, Gönner und Helfer
von O Aetos!
- Der Schnee ist getaut, die Wolken lassen etwas Licht durch und so hoffe ich, dass der Strom für den Jahresbericht 2010 reicht. Es sind wieder mittags um die 16°C und alle Marginatas sind unterwegs und ihr „Liebesgezwitscher“ erklingt – man meint, es wäre Frühling. - Ein Rückblick: Die Helfer/innensituation in diesem Jahr war hervorragend, obwohl einige der Helfer/innen nicht mit diesem extremen Sommer zurechtkamen. Monatelang war es trocken und sehr warm. Die üblichen Sommergewitter für die der Olymp bekannt ist, die etwas Kühlung bringen, blieben dieses Jahr aus. Dafür hat dann der Oktober für reichlich Regen gesorgt, um genau zu sein – einen ganzen Monat Regen. Also ein bisschen aussergewöhnliches Wetter. - Aussergewöhnlich waren auch in diesem Jahr viele Reparaturen an Maschinen und Neuanschaffungen wegen Totalschäden. Diese Situation scheint sich alle paar Jahre zu wiederholen. - Hauptsächlich wurden in diesem Jahr Erhaltungsarbeiten verrichtet. Holzkonstruktionen, die ich vor 8-9 Jahren errichtete, sind verfault oder morsch, und müssen durch Mauern ersetzt werden. Ausserdem muss ein sehr grosses neues Gehege errichtet werden, in dem die Thb Weibchen mit ihren Kloakenverletzungen einige Jahre leben können, ohne einem Männchen zu begegnen. Wir hatten zu früh – nach zwei Jahren Genesung – Weibchen ausgewildert, und fanden einen Teil von ihnen im Pinios Delta wieder – die alten Narben waren beim Paarungsakt von den Männchen wieder aufgerissen worden. Die Tiere müsse also länger auf der Station bleiben. Da wir viele dieser Weibchen hier haben, sie somit unsere Gehege für die ernsteren Fälle blockieren, werden die Weibchen in einem Gehege separiert, in dem sie autark leben können. - Um solch ein grosses Gehege anzulegen, muss ein Stück Land gerodet werden. Ein paar vorankündigte Spenden erlaubten mir, zwei, später drei Albaner anzuheuern, die mit unglaublichen Geschick und Ausdauer, diese Arbeiten vollbrachten. Mit freiwilligen Helfern, wäre dieses Schwerstarbeit nicht möglich gewesen. Die Spenden und Patenschaften reichten aus, um hochwertige Maschinen und Werkzeug für dieses Unternehmen anzuschaffen. - Etwa 1'000 m/2 liegen nun brach – das Wetter hindert uns daran weiterzumachen. Aber jetzt ist hier auch erst einmal Weihnachten und Silvester, da geht ohnehin nichts. Nun kommen wir nicht umhin, dass gesamte Grundstück einzuzäunen. Eine Arbeit, die schon längst fällig war, aber immer das Geld gefehlt hat, bzw. fehlt. Aber wie war das mit Rom.....................!?! - Dieses Jahr konnten 27 geheilte adulte Schildkröten, und 12 Nachzuchten ausgewildert werden. Auf der Station befinden sich alle verletzten Tiere, die auf Patenliste sind, und etwa 40 Nachzuchten. - Und nun zu Zahlen:
Fremdarbeiter....................................................................................1'600.-- Neuer Zylinderkopf vom Stationswagen Suzuki........................................1'050.-- Reifen für den Suzuki.............................................................................440.-- Bodenfräse...........................................................................................650.-- Motorsense plus Zubehör........................................................................550.-- Nun sitz ich hier, ich armer Tropf................................................! Ich versuch`s zu beschreiben: Wenn ich geradeaus schaue, sehe ich einen dichtbewaldeten Berg. Schau ich nach links, so sehe ich das Meer, schaue ich nach rechts, sehe ich den Rauch, der meinem Räucherofen entsteigt und schaue ich nach unten, sehe ich zwei total verkratzte und verschrammte Hände, die vom Waldroden verunstaltet, jetzt die Tastatur meines Laptops quälen. Ich wünsche euch allen – egal was ihr auch zelebriert – angenehme Feiertage und ein Katastrophenfreies 2011 Ich bin voller Hoffnung! Talemme Bernd
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