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Natur- und Tierschutz in Griechenland
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 Jahresbericht 2001 von Bernd Pitzer 
Platamon den  19.08.01  

Liebe Schildkrötenfreunde,  
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Hier  könnte ihr unseren Jahresbericht 2001 lesen, mit allen Höhen und Tiefen die wir erlebt haben.  
Leider sind die Rückschläge, die wir durch die griechische Regierung erfahren mussten nicht unerheblich. Die ständige Ignoranz der Beamten hat uns nach zweijährigem Kampf davon überzeugt,  dass der amtliche Weg - Naturschutz zu betreiben - beinahe sinnlos ist. Zeitaufwendige Anträge, Besuche der Ämter und Korruption bei allen öffentlichen Stellen sind nervenaufreibend und Erfolglos.  
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Unsere größte Niederlage in Kurzform:  
Vor etwa zwei Jahren beantragten wir 2,5 ha in einem Sumpf,- Fluss- und Salzwiesen-gebiet. Dieses Gebiet steht unter Naturschutz. Hier wollten wir eine Schutzzone für die beiden Wasserschildkrötenarten die hier leben errichten.  
Vielversprechend wurden unsere Anträge bearbeitet - wir fanden Wohlwollen und Einsicht bei den unteren Behörden!  
Als unserer Antrag nach Thessaloniki weitergereicht wurde - hier muss die Nutzungs-änderung des Gebietes beantragt werden - stellte sich heraus, dass irgend ein Bürgermeister - völlig illegal - die Gewässer an einen Fischereiverband verpachtet hatte, der dort Fischzucht betreibt.  
In den Gewässern laicht u.a. Laubfrosch, Grünfrosch und Wechselkröte. Durch die völlige Überbesetzung von Jungfischen, haben die Kaulquappen der Lurche keine Chance. Mittlerweile ist ein Teil des Salzwiesengebietes zu einer wilden Mülldeponie geworden. Wir konnten jedoch mit amtlicher Hilfe verhindern, dass das Gebiet nicht zur illegalen Ferienhaussiedlung wurde. Hier leben Störche, alle in Griechenland vorkommenden Reiherarten u.v.m.  
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Auf unser Drängen wurde der Antrag nach Athen zum Umweltschutzministerium weitergeleitet. Dort erhielten wir die Antwort - wörtliches Zitat: “Wir sehen in diesem Schutzgebiet keinen Sinn. Den Schildkröten geht es genauso schlecht wie den Igeln, und um die Igel kümmert sich schließlich auch niemand”  


Jahresbericht 2001 - O AETOS Griechenland           Seite 1 
Platamon  19.08.2001  
SCHILDKRÖTEN: 
1. Griechische Landschildkröte.
30 Nachzuchten der Griechischen Landschildkröte vom vergangenem Jahr, konnten  im Frühsommer ausgewildert werden. Zur Auswilderung wurde ein ehemaliges  Waldbrandgebiet gewählt. Hier war die Population erloschen. Die restlichen 38 Tiere werden im Spätherbst in die Natur entlassen.  
2. Breitrand Schildkröte. 
15 Weibchen der Breitrand Schildkröte wurden der Natur, zur Eiablage in unserem  Gehege entnommen. Durch die verheerenden Busch- und Waldbrände der vergangenen zwei Jahre, ist die Populationsstärke derart zurückgegangen,  
dass wir  keine weiteren Tiere mehr fanden. Unser Soll, in diesem Jahr 200 Tiere dieser sehr  gefährdeten Art nachzuzüchten, kann leider nicht erfüllt werden. Wir müssen uns mit  etwa 80 Jungtieren abfinden. Bis zum heutigem  
Tag sind 33 Tiere geschlüpft. 32 Nachzuchten von vergangenem Jahr werden im Spätherbst ausgewildert.  
  
3. Umsiedelaktion in NEU PORI. 
Neu Pori ist ein rein touristischer Ort, südlich unseres Standortes gelegen. Neue  Hotelkomplexe werden alljährlich errichtet - der Lebensraum am Rande der  Sumpfgebiete wird immer enger. Die Schildkrötenpopulation wurde durch die  Baumaßnahmen auf engsten Raum verwiesen. Im Süden wird ihr Gebiet von einem  Fluss begrenzt, im Westen bilden die Sümpfe, Autobahn und Bahnlinie eine  unüberwindliche Barriere, in Norden verhindern die Baumaßnahmen die Flucht und  im Osten ist das Meer. Es konnten bis jetzt etwa 60 Tiere in die Berge umgesiedelt  werden. Die Aktion ist noch nicht  
abgeschlossen, da die Tiere zur Zeit eine  Sommerruhe halten.  
4. Krankenstation. 
Neun Schildkröten konnten als geheilt aus unserem Lazarett entlassen werden. Zum  größten Teil handelte es sich um Verletzungen durch Baumaschinen. Weitere sechs  Tiere erhalten im Spätherbst ihre Freiheit. Die restlichen 10 Tiere müssen zum Teil  noch einige Jahre bei uns bleiben. Es handelt sich meistens um Brand- und  Unfallverletzungen.  
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Bernd besuchte im Frühjahr, bei seinem Deutschlandaufenthalt das Zoologische  Institut in Dresden, wo er mit Dr. Fritz reichlich Erfahrungen über Schildkröten  austauschen konnte. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Institut ist im Gange.  
5. Caretta caretta. 
Der Verkauf von Schildkrötenpräparaten in den “Souvenir- Supermärkten” in Neu Pori  und Nafplio konnte durch Anzeigen bei den zuständigen Behörden unterbunden  werden.  
6. PR - Arbeit. 
Im Juni wurde ein Kurzbeitrag über unser Projekt im SWR 3 gezeigt. Das Kamerateam drehte den Film im April 2001 bei uns. Das Kamerateam vom NDR 3 drehte ebenfalls einen Film über die Griechische Landschildkröte. In diesem Streifen wird auch unser Projekt behandelt. Der voraussichtliche Sendetermin ist für den Winter 2001 / 2002 angegeben.  
Jahresbericht 2001 - O AETOS Griechenland           Seite 2 
Platamon  20.08.2001  
VOGELJAGD IN GRIECHENLAND: 
1. Auf unseren Kontrollfahrten im Naturschutzgebiet PINIOS DELTA, überreichten wir in  der vergangenen Jagdsaison den Jägern selbstgedruckte Flugblätter. Der Text weist  die Jäger auf die bestehenden Gesetzte hin.  Mit einem zweiten Exemplar dieses Handzettels werden Jäger angesprochen, die in  öffentlichen Jagdgebieten jagen. Hier erfährt der Jäger, welche Einschränkungen  auch hier gelten.  
Die Reaktionen der Jäger bei unserem Erscheinen sind recht unterschiedlich. Von  Ignoranz bis zum: “das wusste ich nicht” ist alles vertreten. Der Ausnahmefall: Man  bedrohte uns mit zwei Jagdwaffen.  
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2. Im März konnten wir einen Jäger stellen, der im Schutzgebiet ( Natura 2000 ) Enten  schoss. Um unsere Flugzettelaktion zu unterstreichen, wurde der Jäger angezeigt. Dieses Unterfangen war allerdings sehr schwierig. Keine Polizeidienststelle  
wollte den  Fall aufnehmen. Als wir beim dritten Anlauf mit der EU drohten, war der Beamte  endlich zu bewegen. Allerdings wollte jener nur eine Verwarnung gegen den Jäger  aussprechen - “Bei einer Anzeige müssten wir mit Repressalien gegen unsere Familie  rechnen” - wollte er uns einschüchtern !  
Wir bestanden auf eine Anzeige und machten eine Pressemitteilung incl. Foto des  Jägers in der Olymp Zeitung.  
Der Angezeigte wohnt in Stomio. Der Ort liegt unmittelbar an der Grenze zum Schutzgebiet.  
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3. Eine Polizeiaktion wurde gestartet, als ein Jäger etwa 50 m von unserem Garten entfernt auf Vögel schoss, sodass das Schrot seiner Flinte gegen unsere  Fensterscheiben prasselte. Allerdings waren die Polizeibeamten nicht gewillt den  flüchtigen Jäger zu verfolgen. Die Wirkung jedoch blieb nicht aus. Seit diesem Tag  trafen wir keine Jäger mehr in unserer Nähe an.  
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4. 20. August 2001-   
Eröffnung der Jagdsaison in Griechenland !  Unser Kontrollgang im Schutzgebiet war sehr ernüchternd. Etwa 15 Jäger  
waren  damit beschäftigt, alles niederzuschießen was sich im Delta bewegte. Unser Hinweis  auf das Jagdverbot im Schutzgebiet wurde mit unzähligen Gewehrsalven beantwortet  - unsere Bitte, die Jagd einzustellen wurde ignoriert.  
Per Telefon benachrichtigten wir die Forstaufseher und die zuständige Polizei, die  sich der Sache sofort annehmen wollten - es geschah jedoch nichts. Als wir nach etwa zwei Stunden zum Schutzgebiet zurückkehrten, trafen wir erneut  auf zwei Jäger. Wir überreichten unseren Handzettel, auf dem auch die Gesetzes-  und Registriernummer vom Schutzgebiet vermerkt ist. Daraufhin eröffneten die Jäger  das Feuer. Sie schossen unmittelbar über unsere Köpfe in die Bäume und drängten  uns so aus dem Auwald. Per Funktelefon forderten sie Verstärkung an. Uns wurde  die Auseinandersetzung zu heikel und wir  
wollten das Flussdelta verlassen. Der  einzige Zufahrtsweg zu diesem Gelände wurde jedoch von zwei Fahrzeugen der Jäger versperrt, eines der Fahrzeuge hatte uns kurz zuvor mit abenteuerlich Fahrstiel  überholt.  Auf diese Art wurden wir etwa 20 Minuten an der Weiterfahrt gehindert. Die wilden Diskussionen ergaben folgendes:  
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4.1 Allmorgendlich befinden sich etwa 100 Jäger in diesem Gebiet, die alle davon  überzeugt sind, dass es hier kein Jagdverbot gibt.  
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4.2 Der Polizeihauptmann von Stomio (Dieser Ort grenzt unmittelbar an das Schutzgebiet) jagt selbst in diesem Gebiet.  
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4.3 Gegen den, von uns im Frühjahr angezeigte Jäger aus Stomio wurde nichts unternommen. Die Anzeige wurde augenscheinlich in den Papierkorb geworfen !  
Jahresbericht 2001 - O AETOS Griechenland           Seite 3 
Platamon  22.08.2001  
VOGELJAGD IN GRIECHENLAND: 
5. Um uns aus der misslichen Lage zu befreien - es wäre beinahe zu Handgreiflichkeiten gekommen - riefen wir einen Freund übers Funktelefon an, der  sich den Jägern gegenüber, am Telefon als Polizei aus Platamon ausgab und diese  verwarnte. Daraufhin wurde der Fahrweg geräumt und wir konnten passieren.  
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6. Geheilter Sperber.  
Im Januar fand Bernd, bei der Verfolgung eines Jägers einen angeschossenen Sperber. Glücklicherweise war nur ein Flügel von einigen Schrotkugeln durchschossen. Die “Rehastation” für Vögel “ in Thessaloniki wurde benachrichtigt.  Die dortigen “Tierpfleger” waren nicht gewillt, den Vogel bei uns abzuholen. Man gab uns den Auftrag, den Sperber in einem Karton  
verpackt zur nächsten Bushaltestelle  zu bringen. Der Busfahrer sollte darauf aufmerksam gemacht werden, dass niemand  schwere Koffer, im Laderaum des Busses, auf den Karton legt. Wir glaubten zuerst  an einen Scherz !  
Uns war klar, dass dieser Transport eines so sensiblen Tieres nicht gut gehen konnte. Wir waren daher bereit, das Tier bis zum Stadtrand von Thessaloniki zu bringen. Hier sollte dann der Vogel übergeben werden. Jedoch war auch dieser Aufwand den  “Tierpflegern” zu groß.  Wir entschlossen die Heilung des Sperbers selbst in die Hand  zunehmen. Wir hatten zu diesen “Tierpflegern” kein Vertrauen mehr. Mit fachkundigen Ratschlägen per Telefon und e-mail von Frau Dr. Eggenschwiler  und Frau Dr. Taubert - beide aus der Schweiz - konnte der Sperber nach etwa zwei  Monaten wieder ausgewildert werden.  
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Bernd besuchte bei seinem Deutschlandaufenthalt eine Tierklinik in Mayen, wo man ihm die wichtigsten Heilungs- und Behandlungsmethoden bei Vogelverletzungen beibrachte. Es wurden ihm auch selbstlos Medikamente und Gerätschaften zur Pflege  verletzter Tiere mitgegeben.  
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7. Im Mai des Jahres kauften wir einen alten Toyota Geländewagen, der in fünfwöchiger  Kleinarbeit von uns wieder hergerichtet wurde. Endlich sind wir der gut motorisierten Jägerschaft nicht mehr unterlegen.  
Jahresbericht 2001 - O AETOS Griechenland           Seite 4 
Platamon  22.08.2001  
  
DAS PINIOS DELTA 
Der Pinios:  
Die Quellflüsse des Pinios entspringen allesamt im Pindosgebirge. Ab Kalambaka, wo die berühmten Meteora- Klöster liegen, beginnt der leidvolle Weg dieses Flusses. Die Tiefebene von Tessalien besteht zum größten Teil aus Monokulturen der Baumwolle und Mais. Die zur Bewässerung der Kulturen entnommenen Wassermengen lassen den Fluss in der Nähe der Stadt Larissa fast zu einem Rinnsal schrumpfen. Der eingeschwemmten Kunstdünger und die Abwässer einer Stadt, machen den Fluss zur Kloake. Etwa 10 km östlich von Larissa trocknet der Fluss regelmäßig in den Sommermonaten aus - zum Glück -  
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Die Tempischlucht:  
Ein tiefes Canyon trennt das Olympmassiv vom Ossagebirge. Zahlreiche ergiebige Quellen füllen das ausgetrocknete Flussbett mit bester Wasserqualität. Der Pinios verlässt die Tempischlucht und bildet ein weitverzweigtes Delta. In den klaren Gewässern leben Süßwassermuscheln und Krebse, der Fischreichtum ist groß.  
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Das Pinios Delta:  
Das einst ca. 20 Quadratkilometer große Schwemmland des Pinios wurde in den vergangenen zwei Jahrhunderten trockengelegt, das Wasser kanalisiert. Wo einst Sümpfe und Seen lagen, prägen Monokulturen die Landschaft. Der  
Hauptarm des Flusses ist von einem schmalen Auwald begrenzt und fließt etwa 12 km östlich der Tempischlucht ins Meer.  
Kleinere Seitenarme des Flusses bilden das heutige Naturschutzgebiet “Pinios Delta“. Wegen der großen Artenvielfalt wurden (leider nur) 72 ha unter Schutz gestellt.  
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1992 verschwanden auf dem Forstamt in Larissa auf mysteriösem Weg der Lageplan des Gebietes und eine wilde, illegale Ferienhäusersiedlung entstand am Strand des Schutzgebietes. Das Gebiet wurde nochmals verkleinert und ist heute mit 37 ha wohl eines der kleinsten Gebiete, die im EU- Programm NATURA 2000 aufgenommen wurden.  
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Das Pinios Delta ist Rückzugsgebiet für bedrohte Vogelarten und Wintergäste. Weiterhin ein wichtiger Zwischenstop für Zugvögel. Bei unserem ersten Besuch (1991) war das Gebiet die Heimat unzähliger Wasservögel. Sämtliche Reiherarten die in Griechenland vorkommen, waren in großer Zahl vorhanden. Weißstörche nisteten überall in den umliegenden Dörfern. Schwarzstörche, Adler und Gänsegeier waren ständige Gäste aus den Schluchten des Ossagebirges und des Olymps.  
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In Griechenland wurde alleine 1999 40.000 neue Jagdscheine vergeben. Das Pinios Delta ist das beliebteste Jagdgebiet von Larissa und Umgebung. Eine sofortiges Jagdverbot im Schutzgebiet könnte den alten Artenreichtum wiederherstellen.  
Ebenfalls ist eine Überwachung des einzigartigen Auwaldes von Nöten. Illegal werden die Bäume derart mit Kettensägen angesägt, dass sie nach ein- bis zwei Jahren absterben. Das gewonnene Holz wird im Winter verheizt !  
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Das Pinios Delta ist außerdem der Lebensraum vieler Reptilien und Amphibien. Einzigartig in Europa ist das große Vorkommen der Griechischen Landschildkröte. Nach vorsichtigen Schätzungen leben dort etwa 1.500 Tiere.  
Allein im vergangenem Jahr konnten wir über 500 Tiere dieser Art markieren. Ebenfalls ist die Anzahl der Europäischen- und Kaspischen Wasserschildkröte enorm.  
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Was wäre zur Rettung des Schutzgebietes zu tun:   
1. Jagdverbot  
2. Abholzverbot des Auwaldes  
3. Verkleinerung der dort weidenden Rinderherden  
4. Verbot für Schaf- und Ziegenherden  
Jahresbericht 2001 - O AETOS Griechenland           Seite 5  
Platamon  22.08.2001  
DAS PINIOS DELTA
Der Hauptteil des Naturschutzgebietes ist nach allen Seiten von Wasser eingeschlossen. Meer, Sümpfe und Kanäle machen das Gebiet nur über einen Fahrweg mit einer Furt zugänglich. Die Überwachung wird dadurch sehr vereinfacht.  
Ein endgültiger und sicherer Schutz des Gebietes könnte wie folgt aussehen:  
1. Ankauf von Gelände im Einfahrtsbereich zum Schutzgebiet.  
2. Errichtung eines Informationszentrums mit naturkundlichen Museum.  
3. Aufbau eines sanften Tourismus.  
4. Rehastation für verletzte Wildtiere. 
Dringend notwendig sind naturkundliche Informationen für die Jugend. Bedenkt man, dass an vielen Oberschulen keine Biologie unterrichtet wird, wundert's nicht, dass dieses Volk so ungeachtet die Natur plündert.  
Ein Blick in die nahe Zukunft: 
1. Weiterhin werden wir Schildkröten nachzüchten, wobei wir uns verstärkt auf die  Breitrandschildkröte Testudo marginata konzentrieren.  
2. Der Ankauf eines Geländes von 4.500 Quadratmetern steht kurz vorm Abschluss. Hier wird die Nachzuchtanlage sowie eine kleine Rehastation für Wildtiere entstehen. Das Gelände wird vom Verkauf unseres alten Hauses finanziert.  
3. Verstärkte Kontrollen im Pinios Delta.  
4. PR - Arbeit bei der Jugend.  
5. ...............und 1000 andere Dinge die so nebenbei anfallen !  
 
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