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AETÓS News 2004
Datum
Auszüge aus e-Mails von Bernd Pitzer.
24. Dezember 2004  
Fee und Rambo
Liebe Helfer, Spender, Paten und Gleichgesinnte  
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Mein Jahresbericht 2004 hat Früchte getragen.  
Spontan wurden Patenschaften übernommen oder verlängert und gespendet.   
Ich bin also bereits aus dem Gröbsten raus!  
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Ich danke euch!  
Ein geruhsames Weihnachtsfest und ein gutes 2005 wünschen  
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Fee, Rambo und Bernd
12. Dezember 2004 Hallo Wilf,   
Da das Geld fehlt, kann ich keine größeren Bauprojekte in Angriff nehmen. Eine neue Erfahrung, die ich jedoch genieße, und - so glaube ich - auch gebraucht habe. Ich mache lange Wanderungen mit den Hunden, und wenn das Wetter gut ist, baue ich die Natursteinwand wieder auf, die der Große Regen damals weggerissen hatte.   
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So gehen die Tage dahin, und es will kein Winter werden. Viele Marginatas sind, trotz des kräftigen Nachtfrosts noch immer tagsüber bei 8-10°C unterwegs.   
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Ist bei euch zu hause schon Weihnachtsstimmung?   
Gruß Bernd
27.November 2004 Hallo Wilf   
seit 10 Tagen haben wir jede Nacht kräftigen Nachtfrost, was viel zu früh im  Jahr ist. Die Tagestemperaturen liegen immerhin noch auf 13°C, und fast alle Marginatas liegen in der Sonne. Einen Teil der Nachzuchten muß ich jeden Abend ins "Bett bringen", da sie ebenfalls tagsüber in der Sonne, vorne am Zaun liegen, und Abends versuchen sich einzugraben, was wegen des Rattengitters in 6-7cm Tiefe natürlich nicht geht.   
Heute hatten wir nur 11°C, und ich habe die Jugend ganz tief unter dem Stroh- und Laubhaufen vergraben.   
Bin gespannt, ob sie morgen wieder am Gitter liegen. Die Thb`s haben sich schon vor einer guten Woche vergraben. Ist doch erstaunlich, wie unterschiedlich das Verhalten zweier Schildkrötenarten sein kann, die in der gleichen Region leben.   
Liebe Grüße von Bernd
14. November 2004 Heute Sturm, Gewitter und kräftige Regenfälle bei 20°C. Auf dem Olymp liegt seit Freitag der erste Schnee. Fast alle Schildkröten sind noch unterwegs, selbst die Babys, die ich ständig einsammeln muß, um sie in ihren Strohhaufen zur Überwinterung zu stecken. Ich Habe Angst, daß bei diesen enormen Regenfällen, die Kleinen ertrinken.   
Ab morgen sollen die Temperaturen um 10° sinken. Also wird's ab morgen Winter und ich muß den Ofen anmachen.   
Gruß Bernd
2. November 2004 Hallo Wilf,   
habe schon einige kleine Beschwerden einstecken müssen - man hat die News aus Griechenland vermisst!    
Okay, die Flugsaison ist zu Ende, und die Schildkrötengehege sind für die Winterruhe hergerichtet - Zeit für die News.   
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Ein Katastrophenjahr geht zu Ende. Dieses mal sind es keine Naturkatastrophen die mich heimgesucht haben, sondern nicht zu begreifende zerstörerreiche Mächte waren am Werk.   
Es fing damit an, das ein Gewitter meinen Laptop total zerstörte.   
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John brachte mir nur wenige Tage später einen gebrauchten Laptop von Deutschland mit, der jedoch einen Haarriß in der Festplatte hatte. Dann ging es Schlag auf Schlag:    
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Die Motorkettensäge versagte ihren Dienst - nicht reparabel - Neukauf. Die Motorsense streikte ebenfalls, keine Ersatzteile in Griechenland. Dann gaben die Flex, der Schwingschleifer, die Bohrmaschine, die Stichsäge und der Generator den Geist auf. Durch Fehlbedienung meines Ofens, platzte der Kessel der Warmwasseraufbereitung. Und das alles   
innerhalb drei Wochen. Ich hatte absoluten Frust!   
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Dann ging diese Pechphase weiter, nicht mehr so geballt, dafür aber kostenintensiver!   
Zwei fast neue Reifen vom Toyota gingen einen über den anderen Tag kaputt - nicht reparabel. Beim Vereinsbus streikte der Motor, mußte generalüberholt werden (3.000 Euro), und die Hinterachse mußte ebenfalls erneuert werden. Als dann innerhalb einer Woche, alle   
Fünf Autobatterien - Toyota vier, VW- Bus eine - ausfielen, glaubte ich nicht mehr an Zufälle, hatte aber auch keine andere Erklärung.   
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Nun kann nichts mehr passieren - so dachte ich, da schon alles kaputt war. Aber das Schicksal kennt Tausend Hintertüren:   
Wegen der Olympiade wurde unsere Fliegerei kurzerhand (Gleitschirm- und Drachen), aus Sicherheitsgründen zwischen einem- und drei Monaten, je nach Gebiet untersagt. Nun verdiene ich aber mit der Fliegerei das Geld für mich und das Projekt.   
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Alle Zeichen, für eine gute Flugsaison standen auf grün. Auf zwei Fliegermessen   
in Deutschland hatten wir einen Infostand, und die Buchungen waren vielversprechend. Also habe ich - und das mache ich niiiiieeee wieder - im Frühjahr die Schildkrötenanlage weiter ausgebaut, meine gesamten Reserven investiert .........................was soll ich noch sagen!?!   
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Nun steht der Winter vor der Tür, die Zeit, in der weiter gebaut werden könnte.   
Eine Zwangspause mit ganz kleinen Schritten steht an  :-((   
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............aber das Jahr 2005 wird bestimmt wieder ganz normal!!!   
Grüße aus dem sonnigem Griechenland von (26°C / nachts 14°)   
Bernd
2. Juli 2004 Weil Bernd momentan total in der Arbeit versinkt, schreibe ich selbst mal was Aktuelles für die Aetos News.  
Beste Grüsse Wilf 
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Erfreulich und dringend notwendig sind die Patenschaften für verletzte und kranke Schildkröten. An dieser Stelle soll hier einmal öffentlich dafür gedankt werden.    
Ohne diese finanzielle Hilfe der Gönnerinnen und Gönner wäre die Pflege dieser erbarmungswürdigen Tiere nicht möglich.    
Vom "Hellenic Wildlife Hospital" auf Ägina ist keinerlei Hilfe zu erwarten. Wer Griechenland kennt, kann sich denken warum. Ausser immer neuen Lieferungen verletzter Tiere, die teilweise in unbeschreiblich desolatem Zustand in Bernds Schutzstation ankommen, kommt von Ägina nicht, gar nichts.     
Da dort kein Cent für die Pflege vorhanden ist, muss sich Bernd darum kümmern, dass der Tierbestand des "Hellenic Wildlife Hospital" abgebaut wird. Aber für weitere Tiere reichen die vorhandenen neuen Gehege von Bernds Schutzstation längst nicht mehr aus.    
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Zur Zeit organisiert Bernd einen Transport von 9 Leguanen nach München, denn auf der Ägina können sie nicht mehr gehalten werden (traurig aber wahr) und Bernd kann sie nicht aufnehmen, da er keinen Platz und keinen Strom hat.    
... und als hätte er nichts zu tun...    

Für jede Hilfe, jede neue oder verlängerte Patenschaft ist O AETOS  dankbar und dringend angewiesen, soll die Schutzstation weiter bestehen können.     
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Nota bene: Die Patenschaften für 2003 sind abgelaufen und können verlängert werden.    
 

Juli 2004   
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Bernd trägt eine Schachtel mit einer verletzten Schildkröte aus dem Bahnhof   
Katerini. Absender:   
Hellenic Wildlife Hospital Egina   

Alle 4 Bilder: Maite
    
Hier der Umfang der Bahnsendung   
Die Wunden einiger Schildkröten waren total veschimmelt.   
Maite, eine Tierarzthelferin aus München hat die Wunden gereinigt und medizinisch versorgt.   
Weitere Informationen und Bilder auf der Patenseite hier    
Patenschaften und Spenden helfen uns in unserer schweren Arbeit.   
Alle Spenden kommen vollumfänglich den Schildkröten zugute!   
Anfallende Schweiz. Überweisungs- und Bankspesen übernehme ich (Wilf).
Ende Juni 2004    
Hallo Wilf    
Wo mein ganzes Geld hingegangen ist, zeigt das Foto.    
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Ein Teil des Schuppens ist als Feuerholzlager gedacht, der Rest als Werkstatt, Futterlager und Geräteschuppen.    
Die Ostterrasse, die bis jetzt für all diese Sachen diente, kann dann endlich zur Aussenküche, Tierküche usw. umgebaut werden. Ich muss dort auch dringend eine Ecke herrichten, wo ich die verletzten Tiere behandeln kann.     
Ein Behandlungsraum ist aus finanziellen Gründen erstmal in weite Ferne gerückt.    
Gruss Bernd
17. April 2004 Hallo Wilf     
Maite war bereits als Helferin beim Chamäleonprojekt auf der Peloponnes. Benny hat sie an mich weitergereicht. Sie ist total super, hat jede Menge Ahnung, und versteht ihr Wissen an mich weiterzugeben. Habe schon Blutabnahme und Blutanalyse hinter mir.     
Gestern haben wir OP- Besteck und Betäubungsmittel besorgt.     
Heute haben wir den Abszess von der Matginata operiert, die du von der letzten Exkursion kennst. Habe dir ein paar Fotos für die Homepage angehängt.     
 
14. April 2004      
     
     
     
 
Hallo Wilf,      
die April-Exkursion war gestern zu Ende. Wir haben abermals 66 Schildkröten aus der Todeszone von N.P. umgesiedelt. Ein Tier mußte ich töten, welches das Hinterteil des Panzers und die Hinterbeine durch Feuer verloren hatte und dennoch lebte.      
caretta caretta!
Vier weitere Tiere sind zur Behandlung bei mir, und sechs haben ihr Leben im Feuer verloren. Unter den Opfern fanden wir auch eine Meeresschildkröte! (Caretta-Caretta)      
Zum Glück ist das Feuer, welches regelmäßig im Frühjahr gelegt wird, an einem Weg ausgegangen - was aber nicht bedeutet, daß der größte Teil des Geländes nicht auch noch abgefackelt wird. So haben wir - Saskia, Rolf und ich - zwei Tage der Exkursion für die Rettung geopfert. Leider war das Wetter nicht sehr "schildkrötenfreundlich", sonst hätten wir wahrscheinlich noch mehr Tage mit der Rettung verbracht. Total haben wir jetzt 402 Tiere gerettet.
April 2004 Seit zwei Tagen arbeite ich mit Maite intensiv an den stark verletzten Schildkröten.     
Maite ist Tierarzthelferin an der UNI München und ist auf Reptilien spezialisiert.     
Sie bleibt einen Monat als Helferin bei mir.     
Ich habe bereits meine ersten erfolgreichen Blutabnahmen und Blutanalysen hinter mir. In den nächsten Tagen werden wir den Abszess der Marginata rausoperieren, die wir im vergangenem Jahr  bei unserer Exkursion gefunden hatten  - ich muß nur noch Medikamente und Werkzeug dafür besorgen.     
Gruß Bernd
23. März 04 Hallo Wilf     
Gehege 3 und 4 sind beinahe fertig. Hatte zwei Tage zwei albanische Helfer.     
Alle Tiere sind wach, und müssen schleunigst getrennt werden.     
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Nachtrag von Wilf:     
Liebe Freunde.      
Bernd hat "viel um die Ohren"...und  mit seiner lahmen Internetverbindung braucht er Ewigkeiten, sich Homepages anzusehen oder dicke e-Mails zu lesen.      
E.Mails bitte möglichst im "nur Text" Format, nicht im HTML-Format, und Bilder immer verkleinert und stark komprimiert und nur im äussersten Notfall anhängen.      
Danke, Merci, Grazie, Thank you, Efcharistó!
19. März 04 Hallo Wilf,     
Gehege 3 geht dem Ende zu - wird morgen fertig, und ich auch!     
8 von den schwerverletzten Tm`s sind wohlauf :-)))     
Im Tm Gehege ist ebenfalls alles unterwegs und fressen ohne Ende.     
Wird jetzt eine harte Zeit für mich - Gehegebau und Futtersuche für insgesamt 120 Schildkröten. Die erste Helferin kommt leider erst nächsten Monat :-(     
Gruß Bernd
1.März 2004 Hallo Wilf,     
bei 19°C im Schatten - in der Sonne war es nicht viel wärmer, da wir seit Tagen 5-6 Bft aus NW haben - waren heute alle 26 Marginatas im Nachzuchtgehege unterwegs. Aus allen Ecken erklangen die Stimmen der Freude - Frühlingsgefühle!     
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Emsig wurde das frische Grün abgegrast - es ist wieder was los hier.     
Selbst aus dem Gehege, wo die Schwerverletzten von Ägina sind, erklang die Stimme des Freudentaumel - ich habe sie natürlich getrennt, obwohl ich auch mal, mit einem Gipsbein........ das führt jetzt wohl zu weit ...............ich hab sie getrennt!     
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Er ist derjenige mit dem völlig zertrümmerten Panzer, sie mit einem riesen Loch im Carapax. Beide sind in Gaze und Klebestreifen gehüllt - sah aus wie Ringelpietz in der Intensivstation.     
Ist schon toll. Da glaubt man, daß die Tiere dem Tode näher sind als dem Leben, und dann so etwas!?!  Hätte ein Foto machen sollen!     
Gruß Bernd
29. Feb. 2004 Hallo Bernd      
Einen schönen Gruss auch an Wulf und Rebecca.      
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     Hallo Wilf      
Zu spät, die sind schon lange wieder weg!      

Aaaaaaaaaaaaber ich habe eine Waschmaschine und eine Blockflöte.     
Wollte heute schon waschen, komme aber nicht an die Maschine.      
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     Das war wieder eine "Nacht- und Nebelaktion"!      
Wulf hatte die Hoffnung, diesmal länger zu bleiben - nicht nur eine Nacht. Das scheiterte schon mal daran, daß das Geschäft in Patras, am Donnerstag die Warenübernahme nicht mehr gemacht hat. Also kam Wulf erst am Freitagvormittag von dort los. Irgendwie hat die Fährgesellschaft das mit dem 29. Februar nicht geschnallt, er mußte heute schon wieder auf die Fähre!      
Fazit: Wulf kam erst nach 17:00 h hier an, und Rebecca erst gegen 18:30 h - sie hatte noch Hunde nach Deutschland geschickt.      
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     Wulf wusste von meiner kaputten Rippe, wollte mich absolut nichts machen lassen, und hatte mich tags zuvor aufgefordert, Rebecca in die Abladeaktion einzubeziehen, da jede Menge Sachen auch für sie dabei wahren.      
Der Wettlauf gegen die Dunkelheit begann. Ich transportierte anfänglich auch nur leichte Sachen, steigerte mich dann aber etwas. Als dann Rebecca kam, wurden die schweren Güter ausgeladen:      
     Eine Waschmaschine, zwei Sofas, ein Fernsehsessel, eine Außentür, und drei Innentüren, die Gernot besorgt hatte, einige Küchen- und Büromöbel, ein Kühlschrank, ein Fahrrad, und endlose Kisten mit Geschirr, Haushaltsgegenständen, Kerzen ohne Ende, und für Rebecca etliche      
Hundeboxen und Hundefutter, und eine Blockflöte für mich - der LKW war praktisch voll. Zum Glück hatte ich die Ostterrasse aufgeräumt, und jede Menge Platz geschaffen.      
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     Als wir gegen 22:30 h fertig waren, stand nicht nur die Ost- ebenso die Südterrasse voll. Ich begab mich dann ans Kochen. Nach dem Essen verzog sich Rebecca so gegen 0:30 h - total fertig - ins Bett. Wulf und ich quatschten noch bis etwa 1:30 h.      
     Um 5:00 h klingelte bereits der Wecken, den ich eigentlich nicht gebraucht hatte ( meine gebrochene Rippe)        
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     Das Frühstück wurde dann doch etwas ausgedehnt, 7:00 h war allgemeiner Aufbruch. Ich habe dann sofort begonnen, die Kisten zu sichten, zu sortieren, um Platz zu schaffen für die Gegenstände, die unter freiem Himmel auf der Südterrasse standen – ich erwarte eigentlich schon seit gestern Regen.      
Das alte Sofa habe ich zerschlagen und zum Teil verbrannt. Das Riesensofa hatten wir gestern Nacht bereits reingestellt. Das zweite, kleinere Sofa/Doppelbett - es war demontiert - habe ich nach oben gebracht und aufgestellt. Nun ist die Südterrasse wieder frei!      
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     Eine komplette Toyota- Wagenladung, was Rebecca natürlich nicht in ihren Kombi unterkriegt, werde ich ihr nächste Woche bringen, damit ich wenigsten ungehindert ans Feuerholz komme.      
So, und nun bin ich total fertig und bin auf die kommende Nacht gespannt – versuchs noch mal einer zweiten Flasche Malamatina! (= Rezinawein, den Bernd als Medizin verwendet.      
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     War eine tolle Aktion, und ich möchte mich ganz herzlich bei den "Schildkrötenfreunden Horst e.V."  bedanken. Dieser Verein ist immer für eine Überraschung gut.      
Gruß Bernd 
25. Febr. 2004 EMail vom 25.2.2004      
Da meine gebrochene Rippe mir die Arbeiten an den neuen Gehegen versagt, die Schildkröten noch kein Futter benötigen, den Futtermäusen eine Abmagerungskur gut tut ;-), bin ich die lange geplante Reise durch Nordgriechenland angetreten, um einen weiteren Tierschutzverein, auf der Halbinsel Chalkidiki aufzusuchen. Ich möchte versuchen, zumindest in Nordgriechenland, die Vereine unter einen Hut zu bekommen, um mehr Macht dem Staat gegenüber zu erlangen. Wir brauchen eine Lobby!      

Bin also am Samstagmorgen um 8 h los. Hatte Krauses beauftragt, abends nach Rambo zu schauen und zu füttern, da ich über nacht bleiben wollte. Hatte noch in Katerini und Thessaloniki einiges zu erledigen, und traf dann Rebecca irgendwo auf der Chalkidiki, die gerade vom Flugplatz Saloniki zurückkam, wo sie Hunde nach Deutschland verschickt hatte. Wir trafen uns an einer Tankstelle bei Polygiros, und schon ihr Auto machte einen "starken" Eindruck auf mich: Ein Opel Ascona, bei dem man die Farbe nicht ausmachen konnte - über und über mit Dreck und Schlamm bedeckt!  Erkennungszeichen war: Dunkelroter Ascona mit Berliner Kennzeichen - beides war natürlich nicht zu erkennen, aber sie kannte ja zum Glück den Toyota! Als ich dann zu ihrem "Tierparadies" auf schlammigen Wegen folgte, wurde mir das Erscheinungsbild des Autos dann klar - es begann gerade zu schneien!!!      
Die Anlage für die unzähligen Hunde ist für griechische Verhältnisse vorbildlich - die Tiere haben jede Menge Auslauf und vernünftige, zum Teil nette Unterkünfte aus Naturstein gemauert. Ihr Haus - eine alte hölzerne Bürobaracke, die sie mit frisch operierten Hunden teilt, die ihr in Deutschland gespendet wurde, war dagegen nüchtern gehalten und spärlich eingerichtet.      
Ich hatte den Eindruck, daß es die Hunde besser haben als ihre Beschützerin. Nachdem der kleine Holzofen angezündet war, konnte man bald eine Temperatursteigerung gegenüber der Außenwelt feststellen, wo ein eisiger Wind den Schnee zum Meer hin wehte. Bei Ingwertee und Gebäck wurden viele Probleme, Möglichkeiten der Zusammenarbeit und  Zukunftsaussichten erörtert.      

Rebecca ist Griechin, in Deutschland geboren und dort aufgewachsen. Ihre gesamte Energie spendet sie den Tieren in Griechenland, und speziell den herrenlosen Hunden, die zur Zeit in eine absolut tödliche Zukunft blicken. Mit Rebecca habe ich endlich eine einheimische Kämpferin gewonnen, leider trennen uns über drei Stunden Autofahrt. So wie Wilf - die Gute Seele - alles für den O AETOS in Westeuropa regelt, kann Rebecca auf den deutschen Tierschutzverein "Tierhilfe Chalkidiki" zurückgreifen, der für sie die Hundevermittlungen leitet.      

Die EU hat jetzt - viel zu spät - 13 Millionen Euro für diese Hunde bereitgestellt. Die Olympiade soll ein freundliches Bild, ohne Tierelend wiederspiegeln. Mit diesem Geld sollen Auffangstationen mit Behandlungsräumen zur Sterilisation und Pflege der Tiere errichtet werden. Nun sind diese Gelder nur zum Aufbau der Stationen freigegeben. Folgekosten muß der griechische Staat tragen, was er natürlich nicht machen wird – 1000 x passiert.  Fazit - es entstehen Tötungseinrichtungen! Und die Olympiade steht unmittelbar vor der Tür!      

So verging die halbe Nacht mit Erfahrungsaustausch und Planung. Nun habe ich auch endlich eine Schriftführerin für den O AETOS gefunden, die nicht sofort alles niederlegt, wenn Strafandrohungen der Regierung unseren Verein zu erschüttern drohen.      

Nach einem kurzes Frühstück wurden Hundetransportboxen zusammengebaut, sieben Hunde eingefangen, in die Boxen gesperrt, in die Autos verladen und nach Saloniki gedüst - es schneite noch immer. Am Flughafen angekommen, wurden unsere "lebenden Güter" gewogen, Zettel an den Boxen montiert, 430 Euro bezahlt, und zu dem Flugzeug nach München gefahren. In München werden diese armen Viecher von Menschen erwartet, die ihnen hoffentlich ein besseres Leben bieten können. Ich muß zugeben, daß mich diese Aktion ganz schön berührt hat. Diese jungen Hunde in ihren Boxen - Angst und ein großes Fragezeichen in ihren Augen. Ich war bei der Verladung dabei, Rebecca hatte sich verdrückt, sie kann es noch immer nicht mit ansehen, wenn ihre Schützlinge, die sie zum Teil mit der Flasche aufgezogen hat, abtransportiert werden.      

Um 10h war ich bereits wieder auf der Autobahn nach Katerini. Dort fuhr ich zum Tierheim, lieferte einige Medikamente ab, die mir Rebecca mitgegeben hatte, und machte einen Fototermin. Einige Hunde von hier müssen dringen nach Deutschland, dafür sind digitale Fotos fürs Internet notwendig. Da ich unter diesen Leuten der einzige mit Computer und digitaler Kamera bin, hab ich mich für diesen Dienst breitschlagen lassen - werde mir Scheuklappen zulegen müssen!      

Okay, so gegen 13h war ich dann, völlig abgeschlafft zu hause. Renate und Harald, die sich um Rambo gekümmert hatten, hatte ich gebeten, kein Holz im Ofen aufzulegen, da er auskühlen mußte, um Asche zu entfernen. Allerdings hatte ich nicht mit der Rückkehr des Winters gerechnet, und als ich heim kam, hatte ich nur 15°C - immerhin 10° wärmer als bei Rebecca – und lauwarmes Wasser. Hätte mich gerne in voller Montur unter die heiße Dusche gestellt - denn alles war verdreckt!      

Als die Asche aus dem Ofen war, legte ich tüchtig auf und machte mir einen Pott Tee. Meine Hühner hatten gelegt, und so frühstückte ich fürstlich zur Mittagszeit. Völlig erledigt legte ich mich aufs Sofa, wurde aber vom Telefon wach gehalten - ich glaub ich werde alt !      

Also; keine Angst, ich gehe den Schildkröten nicht fremd, dennoch habe ich eine Bitte an euch: Rebecca braucht dringend Anästhesiemittel für Hunde, und Nähmaterial, welches sich im Körper selbst auflöst. Die Drogen können auch abgelaufen sein. Die Uniklinik in Saloniki übernimmt die Kosten von Operation und Sterilisation, aber nicht für die obengenannten Dinge.      
Nun ist es nicht so einfach, an die Betäubungsmittel zu kommen, da sie an Privatpersonen nicht abgegeben werden dürfen. Falls ihr Tierärzte kennt, die abgelaufene Drogen haben, könnten diese - falls nicht anders möglich -  direkt an die Uniklinik geschickt werden.      
Gruß Bernd 

18. Febr. 2004 Wie man sich eine Rippe bricht:      
Man baut große Gehege für Schildkröten, ist aber völlig allein, keine Hand, die mal Hilfestellung leisten kann. Als ich oben auf den Deckenbalken das Gitter festnagelte, musste ich auf der Leiter sehr weit nach oben, und mich weit nach vorne legen. Dadurch habe ich die Leiter unten entlastet, sie rutsche weg, fiel ins Gehege, und ich schlug mit der rechten Seite, dort wo die kurzen Rippen sind, auf den oberen Balken. Glücklicherweise konnte ich mich vor dem totalen Abgang an diesem Balken festhalten, und mich runterlassen - so einfach geht das ;-)      
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Die wetterbedingten Zwangsruhetage, hatten - so scheint's mir - bereits einen Heilungsprozess vollführt, und ich konnte sogar zeitweise wieder auf der rechten Seite liegen. Nun ist wieder alles wie am Tage des Niedergangs"- habe kaum geschlafen :-(  Mir bleibt jetzt nur noch eine absolute Zwangspause übrig - am besten ich kette mich irgendeinmal an!      
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Um 10 vor 11 kam die Gesandtschaft von Amtstierarzt, Helfer und zwei Forstleuten. Alle vier waren überrascht, dass sie nirgends Schildkröten sahen!?!  Ich musste ihnen erst erklären, dass Reptilien in Griechenland eine Winterruhe einhalten!  Das muss man sich mal reinziehen - auf der Zunge zergehen lassen. Da kommen "Fachleute" zur Beurteilung einer Nachzucht- und Schutzanlage, und haben nicht die geringste Ahnung - Na ja, Griechenland! Ich habe dann im Strohhaufen eine verletzte Tm von Ägina rausgewühlt, damit die Herren wenigstens ein Erfolgserlebnis hatten. Sie haben dann die Anlage begutachtet, obwohl sie viel mehr Interesse am Toyota und an meinem Ofen zeigten. Die Erklärung über Auto und Ofen, dauerte etwa ebenso lang wie die Besprechung über den Schutzstatus der Schildkröten.      
Fazit: 1x jährlich muss ich eine Bestandsaufnahme der gehaltenen Tiere abliefern, und dem Forstamt Mitteilung machen, wenn Tiere ausgewildert werden.      
Praktisch alles das, was mir seit Monaten bekannt ist. Im Sommer wollen sie nochmals kommen, um die Schildkröten zu begutachten - das war’s!
6. Febr. 2004 Hallo Wilf,       
hier endlich mal wieder eine nette Story!       

Als vor einigen Wochen wieder einmal das Martinshorn eines Polizeiwagens vorne am Tor erklang, ging ich blitzschnell alle meine Sünden durch, und machte mich gelöst - denn es lag eigentlich nichts gegen mich vor - auf den Weg zum Tor.        
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Gute Bekannte, die mich aufsuchen, hupen, weniger gute werden von Rambos Gebell angekündigt, und die Polizei bläst das Martinshorn – also alles normal.       
Die Herren überreichten mir eine Vorladung zum Gericht in Larissa, und meinten, daß ich als Zeuge aussagen müßte - wahrscheinlich irgend ein Autounfall oder so, wo ich als Zeuge geladen werde. "Kann aber schon einige Jahre her sein", so die Beamten. Ich konnte mich an nichts der gleichen erinnern, was die Beamten aber gar nicht interessierte.       
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Sie hatten ihre Arbeit getan und fuhren wieder zu Tal. Heute bin ich dann um 6:00h raus aus den Federn, um 7:00h war ich bereits auf der Nationalstraße nach Larissa, und erlebte einen fantastischen Sonnenaufgang über dem Meer. Um 8:00h fragte ich mich durch Larissa, parkte im absoluten Halteverbot in einer Fußgängerzone, da mein Toyota in kein Parkhaus paßt - andere Parkplätze sind einfach nicht zu ergattern - und war pünktlich um 8:45h im Gericht und fragte mich erneut zu jenem Verhandlungsraum durch, wo ich die Griechische Rechtsprechung unterstützen sollte.       
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Neben der Tür hing eine fast endlose Liste, auf der ich verzweifelt meinen Namen suchte. 112 Fälle sollten an diesem Vormittag verhandelt werden, ich war die Nummer 83 ! Ein hilfsbereiter, englisch sprechender Rechtsanwalt, der ebenfalls die Liste studierte, leistete mir diesen Dienst. Die ersten zwei Stunden erkannte ich keine echte Reihenfolge, nach der die 112 Fälle aufgerufen wurden. Je nach Auftreten von wichtig wirkenden Rechtsanwälten, wurde manchmal Akten unten aus dem riesen Stapel hervorgezogen, der sich rechts von der Richterin stapelte - 112 Stück!       
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Gegen 12:00h waren die "Wichtigen" gegangen und seit der Nummer 46 ging es nun zügig immer nach der Reihe. Ich hatte also noch genügend Zeit, um etwas trinken zu gehen. Rings um das Gericht befindet ein Bistros und Schnellimbiß neben dem anderen - nun weiß ich warum!       
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Als ich den Gerichtssaal verließ, kommt mir jener Jäger entgegen, den ich vor drei Jahren wegen illegaler Jagd im Piniosdelta angezeigt hatte. Er kam in Begleitung von zwei großen, kräftigen Burschen – auch Jäger, dachte ich sofort.       
Nun war mir klar, weshalb ich vorgeladen war - von wegen Autounfall oder so.        
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Ich machte kehrt, lief am besetzten Zeugenstand, Kläger und Anwalt vorbei, handelte mir böse Blicke ein, und befragte die bestürzte Richterin, ob meine Verhandlung in Englisch oder Deutsch geführt werden könnte - mein Griechisch würde natürlich bei diesem Fall nicht ausreichen. Die erzürnte Richterin, verneinte mein Anliegen, forderte einen Übersetzer, der vereidigt werden müßte, und läutet die Mittagspause ein.        
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Und mein Autos steht in der von Menschen wimmelnden Fußgängerzone. Bei 25°C schien ganz Larissa auf den Beinen zu sein. Ich nutzte die Mittagspause und fand den Übersetzter! Eine junge, auch noch hübsche Rechtsanwältin,  in Deutschland geboren und aufgewachsen, hörte sich meine Geschichte an, konnte gar nicht begreifen, daß sich ein Deutscher für die Belange Natur in Griechenland einsetzt, war aber voll des Lobes ob meiner Tätigkeit.       
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Die Mittagspause war zu Ende, Tina - die Rechtsanwältin - ließ sich von der Richterin meine Akte geben, und wir gingen sie eilends durch, da bereits Nummer 80 aufgerufen wurde - nur noch drei vor mir bzw. uns, ich hatte ja jetzt Verstärkung.       
Dann ging alles ganz schnell: Tina legte die ganze Hand auf die Bibel, ich nur drei Finger, worauf ich gefragt wurde, ob ich Orthodox sei. Als ich verneinte, wurde mein "Dreifingereid" akzeptiert - meine Vernehmung begann.        
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Ich schilderte die illegale Jagd, sprach von der Bedrohung der Jäger – mit Schüssen über unseren Köpfen, mit Straßensperre usw. Tina übersetzte jedoch nicht alles. Als sie Luft holte, hakte ich nach, und sie antwortete: "Willst du Rache und Repressalien dieser Mafia in Kauf nehmen, oder willst du das Jagdverbot im Piniosdelta durchsetzten". Ich entschied mich fürs Jagdverbot!       
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Die Jäger wurden verwarnt, Ausreden halfen nichts, da die Richterin erstaunlich gut über das Jagdverbot informiert war. Zu einer Anklage der Jäger kam es nicht - zum Glück - nannte es Tina, da dem Gericht die EU- Gesetzte über das Natura 2000 Abkommen nicht vorlagen. Und das Pinios Delta ist ein Natura 2000 Schutzgebiet.       
Das war's dann. Die Richterin schenkte mir beim Abschied sogar ein Lächeln, und Tina meinte, daß sie – die Richterin - sehr klug gehandelt habe. Mit der Verwarnung weiß nun jeder Jäger - denn das spricht sich rum - daß das Delta kontrolliert wird, und ich müßte nicht mit Repressalien rechnen. Ihr Wort in Gottes Ohr! Denn illegale Jagd wir selbst hier nicht zimperlich behandelt.       
Ich verabschiedete mich von Tina, nachdem Telefonnummern ausgetauscht wurden, und blickte in einige lächelnde Gesichter von Tinas Kollegen, die die Verhandlung verfolgt hatten.       
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Mein Auto stand  noch da - ohne Zettel hinter der Scheibe. Ich schätze, das war ein guter Tag. Ob das allerdings meine Tiere so sahen?!? Sie bekamen erst nach meiner Rückkehr ihre Futterration, und das war so gegen 16:00 Uhr!       
Gruß Bernd

3. Febr. 2004        
Klick aufs Holzgerippe 
Habe mit den Gehegen 3 und 4 begonnen, und somit meine Winter- Geldreserven bis auf ein Minimum geplündert.        
Die beiden Gehege - eines davon will ich provisorisch unterteilen - müssen am Ende der Winterruhe unbedingt fertig sein. Ich muß die schwerverletzten Tm`s nach Geschlecht trennen, und kann auch die Thb`s nicht zu den Tm´s setzten. Also mindestens vier neue Gehege :-(.        
Ich arbeite wie ein geisteskranker. Jede regenfreie Stunde stehe ich im Schlamm und säge und schraube Hölzer zusammen. Das Holzgerippe für die Gehege 3 und 4, habe ich heute fertig bekommen. Mache morgen ein Foto und schicke es dir. Gruß Bernd
24./25. Jan. 2004 24.1.04        
Hallo Wilf        
hatten vergangene Nacht -8°C, und als ich nach einem langen Tag von Katerini zurück kam, begrüßten mich zwei nette Wasserfontänen. Eine im T.m. Gehege, die andere neben dem ersten neuen T.h.b. - neben der neuen Treppe. Ein Rohr war geplatzt und eine Schraubverbindung hat den Geist aufgegeben.        
Hatte mich auf einen schönen Feierabend mit Kochen und so gefreut! Ich war total stinkig, da es schon dämmerte, und kein richtiges Material für eine Reparatur vorhanden waren - klar passiert so etwas nur am Wochenende.        
Hab dann im Dunkeln noch das ganze Holz für die zwei Schildkrötengehege abgeladen und gestapelt.        

25.1.04        
Eine Wasserleitung konnte ich noch an Abend reparieren, die andere konnte ich mit einem Blindstopfen verschließen. So etwas passiert ja immer am Wochenende :-(        
Nun muß ich den Hühnern das Wasser im Eimer bringen, bis ich neues Wasserrohr besorgt habe und die Kälte nachläßt. Hatten vergangene Nacht wieder -7°C, und über Tag um die O°. Zu kalt um draußen zu arbeiten. Dabei juckt es mich in den Fingern, da ich das Holz fürs nächste Schildkrötengehege schon am Samstag geholt hatte. 

16. Jan. 2004 Hier noch eine kleine Story, die ich heute bei den Isolierungsarbeiten auf dem Speicher erlebte:         
..............................dummerweise hatten die in Katerini nur 5 Pakete Steinwolle. Ich brauchte aber 8! D.h. ich muß nächste Woche nochmals mit der Dreckarbeit anfangen. Dafür hatte ich aber ein tolles Erlebnis auf dem Speicher. Als ich gerade mit dem Arm voll Steinwolle die Leiter nach oben stieg, kam mir über die Balken eine Ratte in Panik entgegengerannt, gefolgt vom Mauswiesel, der schon seit letztem Jahr in meinem Holzstapel wohnt. Beide waren so mit sich beschäftigt, daß sie mich nicht wahrnahmen, und mir fast über die Hände rannten. Es war eine fast endlose Jagd und ich stand dabei und war fasziniert.        
Schließlich ging die Jagd rund ums Wasserbecken, immer auf der Mauer entlang. Da ich mir dieses Schauspiel nicht entgehenlassen wollte, lief ich ebenfalls zur überdachten Zisterne, welches die Beiden  nicht störte.        
Schließlich hatte das Wiesel aufgeholt und wollte gerade die Ratte packen, als diese sich todesmutig ins Wasser stürzte. Verblüfft blieb das Wiesel stehen, etwa 30 cm von mir entfernt! Die Ratte schwamm zum anderen "Ufer", konnte natürlich nicht die Mauer rauf. Das Wiesel sprintete zur anderen Seite, und die Ratte schwamm wieder zurück. So ging das einige Minuten, bis das Wiesel endlich zu Potte kam. Mit langem Hals beugte es sich runter und packte die Ratte am Kopf. Ein fürchterliches Geschrei ging los.        
Leider war die Ratte zu schwer, um sie aus dem Wasser, auf die Mauer zu ziehen. Schwer angeschlagen schwamm die Ratte davon, und verendete bald danach. Das Wiesel schien die Welt nicht mehr zu verstehen, denn die Ratte bewegte sich nicht mehr, und schwamm in der Mitte der Zisterne. Es drehte noch ein paar hoffnungsvolle Runden auf der Mauer, gab dann auf, und ich konnte weiterarbeiten.         
Gruß Bernd 
14. Januar 2004 Hallo Wilf        
.......heute waren wieder bei 10°C fünf Marginatas unterwegs!.......        
Gruß Bernd
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